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Musik von unwiderstehlicher Schönheit

06.10.2009 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lieder-Matinee mit Schuberts „Schöner Müllerin“ – Es sang Florian Prey

BAD URACH. Dass die sonntägliche Lieder-Matinee zu den drei Veranstaltungen der Herbstlichen Musiktage zählt, die weit im Voraus ausverkauft waren, spricht für sich. Begleitet am Klavier von Rico Gulda, sang Florian Prey „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert.

Es ist eine traurige Saga, die Schubert mit der „Schönen Müllerin“ 1823 in Töne gesetzt hat. Erzählt wird Glück und Leid eines Müllerburschen, der auf der Wanderschaft in einer Mühle einkehrt und die Liebe der schönen, aber treulosen Müllerin findet. Sie verlässt ihn für einen anderen, und er setzt seinem Leben im Mühlbach ein Ende.

Vielleicht lag es mit an den enttäuschenden Erfahrungen des eigenen Lebens, dass Schubert die richtigen Töne fand für eine Erzählung, die nach dem Überschwang erster Liebe mit dem Erlöschen eines jungen Lebens endet. Der Komponist kannte Schmerz und Leid aus eigener Erfahrung. Seine Musik, die in ihrem unvergleichlichen melodischen Erfindungsreichtum ganzen Generationen von Komponisten als Anregung diente, fand zeit seines Lebens kaum öffentliche Anerkennung. Zaghafte Ausgriffe blieben ohne Erfolg. Ein Widmungsschreiben an Geheimrat Goethe, von dem er einige Gedichte vertont hatte, blieb unbeantwortet, und der barsche Beethoven, sein Zeitgenosse, nahm praktisch keine Notiz von ihm.


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