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Kultur

Mozarts Musik sprach zu den Menschen

10.11.2009 00:00, Von Eckhard Finckh — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eindrucksvolle Aufführung des d-Moll-Requiems in der Nürtinger Kirche St. Johannes

NÜRTINGEN. Mit dunklen Klängen von zwei Kontrabässen und dem sich daraus entwickelnden feierlichen Streicher-Adagio war der Grundton gesetzt für das große November-Kirchenkonzert in der St.-Johannes- Kirche. Kantor Andreas P. Merkelbach hatte ein Programm konzipiert, das dem letzten Werk Wolfgang Amadeus Mozarts aus dem Jahr 1791 gewidmet war, dem von Geheimnissen umgebenen Requiem in d-Moll, KV 626, für vier Solostimmen, Chor und Orchester. Was die Entstehung dieser Totenmesse betrifft, während deren Fertigstellung Mozart unter starken Fieberanfällen am 5. Dezember 1791 starb, sei kurz an zwei Dinge erinnert. Auftraggeber für die Komposition war der Graf von Walsegg-Stuppach, der bei der Trauerfeier für seine Frau das Werk als Eigenleistung ausgeben wollte. Dass Mozart während der Arbeit sein eigenes Ende kommen sah, gibt der tief erschütternden Wirkung des Werks eine besondere Dimension. Der andere Punkt: Mozarts Komposition brach beim „Lacrymosa“ ab. Wie weit Mozarts enger Vertrauter und Schüler Franz Xaver Süßmayr die weiteren Teile selbst komponierte oder wie weit er sich noch auf Skizzen und Fragmente von Mozarts Hand stützen konnte, lässt sich nicht mehr klären. Doch sein Verdienst bei der Bewahrung und Weitervermittlung dieser wunderbaren Musik ist beachtlich.

Keine unterhaltsame Serenadenseligkeit


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