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Mit Brahms kam Spannung ins Spiel

28.03.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Meisterkonzert mit dem Kölner Streichsextett war nicht ganz ausverkauft

NÜRTINGEN. Das Kölner Streichsextett ist ein mutiges Ensemble. Es musizierte am Montag im Rahmen der Meisterkonzerte ein eher sprödes, sperriges Programm. Dies gilt selbst dann, wenn man bedenkt, dass die Musikliteratur nicht überreich ist an Werken für Streichsextett. Die sechs Instrumentalisten aus der Domstadt spielten in der Kreuzkirche einen späten Strauss, einen Adolf Busch, dem die Ehre der Aufnahme in die musikalischen Lexika noch nicht widerfahren ist, und einen herben Brahms. Es sind ausnahmslos Werke, die in den Konzertsälen ein Stiefkinder-Dasein führen.

Rhetorische Spitzfindigkeiten sind dem Kölner Streichsextett fremd. Es verbindet einen durchaus warmen Ton mit einem leichten, durchsichtigen Klangbild. Bei allen Freiheiten, die es sich nimmt, wird es doch geleitet von einem guten Blick auf die Gesamtdramaturgie eines Werkes. Weder spekuliert das Ensemble auf den Überraschungseffekt des Noch-nie-Gehörten noch setzt es auf Aggressivität um jeden Preis. Da ist kein Hetzen zu spüren, kein instrumentales Auftrumpfen und kein besserwisserisches Akzentuieren. Das Unspektakuläre ist das eigentlich Spektakuläre. Es wird Musik als gestalteter Klang präsentiert.


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