Kultur

Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Tod

31.05.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ erklang in den Räumen der Sammlung Domnick

NT-OBERENSINGEN (rar). Die Matinee mit Tenor Sebastian Köchig und Pianist Michael Lörcher in der Sammlung Domnick am vergangenen Sonntag hat das Publikum tief bewegt. Auf dem Programm stand der Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert. Die romantische Liebe, die zarte Hoffnung, die überwältigende Leidenschaft und das Desaster der Enttäuschung führen den jungen Müllergesellen in den Tod. Die Tochter des Müllermeisters hatte sich nach anfänglicher Zuneigung dann doch dem Jäger zugewandt. Köchig und Lörcher gaben diesem Topos der psychologischen Erfahrung warme Konturen und schlichte Tiefe.

Es sind wunderbare Texte, die Schubert von Werner Müller vertont hat. Es beginnt jugendlich freudig mit der Wanderschaft des jungen Gesellen. Voller Elan geht es hinaus in der Welt. Wege, Natur, Blumen, Wasser sind die Weggefährten. Lörcher ließ das Klavier rauschen wie ein klarer glitzernder Bach. Köchig verlieh mit seiner Stimme dem jungen Müllergesellen die ungebändigte Lebenslust, die Frische der Unbeschwertheit.


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