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Lebendige Demokratie ist wie ein künstlerischer Prozess

14.11.2015 00:00, Von Thomas Oser — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beim denk-art-Café in der Alten Seegrasspinnerei ging es um das Unvorhergesehene und Unberechenbare

NÜRTINGEN. „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ Dieser Nietzsche-Satz spielte eine prominente Rolle am vergangenen Sonntag beim denk-art-Café in der Alten Seegrasspinnerei. Der Physiker Alfred H. Dürr und der Kunstdozent Andreas Mayer-Brennenstuhl hinterfragten dabei die Tendenz der Wissenschaften und Technik, alles Unvorhergesehene auszuschließen, um damit alles zu kontrollieren.

Dürr ging dabei unter anderem auf das Phänomen der Fraktale ein, welche der amerikanisch-französische Mathematiker Benoît Mandelbrot in den 1970er-Jahren erstmals systematisch erforscht hatte. Dieser Begriff besagt, dass selbst in der Geometrie nicht alles genau gemessen und berechnet werden kann.

Dürr führte mit Bezug auf die Quantenphysik aus, dass dies nicht der Ungenauigkeit unserer Messinstrumente geschuldet sei, sondern in der Sache selbst liege. Er kritisierte, dass die Wissenschaft unreflektiert davon ausgehe, dass ihre Denkstrukturen mit dem Wirklichen übereinstimmen.


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