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„Kunst als Nahrung für die Seele“

17.06.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nürtingens für Kultur zuständige Erste Bürgermeisterin Claudia Grau eröffnete am Sonntagvormittag die diesjährige Sommerausstellung des Kulturamtes im Erdgeschoss der Kreuzkirche am Schillerplatz. Auf zwei Ebenen (auch die Empore ist bestückt) sind dort bis zum 14. Juli Bilder und Plastiken des international renommierten Künstlers Klaus Heider zu sehen. Der 1936 in Göppingen geborene Grafiker, Maler, Foto- und Objektkünstler zeigt 19 Bilder, Objekte und Werkgruppen, die aus seinem „kosmischen Lichtbildarchiv“ stammen. In ihrer Einführung sprach die Kunsthistorikerin Dr. Heiderose Langer von einem Bedarf an Anti-Neutrinos, womit sie die Ironisierung des Künstlers, der Grenzbereiche des Wahrnehmbaren und dessen, was darüber hinausgeht, darstellt, auf eine humorig-sympathische Weise beleuchtete. Die Arbeiten des in Bad Boll und Cima/Italien lebenden Künstlers führen Namen wie „Die Iris des Demiurgen“ oder „Neutrinofalle“. Hinter Letzterem verbirgt sich eine Fotografie, die in Wort und Bild auf das Täuschungspotenzial hinweist, das in einem angeblich unbestechlichen Abbildungsverfahren, dem der Fotografie, liegt. „GOTT DIGITAL“ ist ein im Offsetverfahren hergestellter Druck und darüber hinaus ein weiteres Beispiel für die originelle bis gewagte Namensfindung des Künstlers, der natürlich auch vor der Umkehr des laufenden Lichtjahres nicht zurückschreckt. Das Bild zeigt die Nürtinger Künstlerin Hildegard Ruoff im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern, im Hintergrund eines der Werke Heiders. Die Ausstellung ist bis zum 14. Juli täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. heb

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