Kultur

Kleists "Michael Kohlhaas" in neuem Licht

03.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Buchhandlung Zimmermann hatte zu einem Abend über den Literaturklassiker in die Kreuzkirche eingeladen

NÜRTINGEN (pm). Die Kreuzkirche war bis in die Galerie hinauf voll besetzt. Aber nicht nur die Jahrgänge, denen noch ein Klassiker wichtig ist, waren gekommen, sondern junge Leute, Schüler der Oberstufe der Gymnasien, in hellen Scharen. Dabei hatte im Frühjahr, als die Abituraufsätze geschrieben wurden, die „Nürtinger Zeitung“ berichtet, dass die Abiturienten fast ausnahmslos Schillers „Räubern“ nachgelaufen seien. An Kleists Erzählung von Michael Kohlhaas, die ebenfalls im Angebot war, haben sich nur wenige gewagt. Dr. Horst Zimmermann berichtete einführend, dass ihn dieses Phänomen neugierig gemacht habe. Er habe seine Erinnerung an den „Kohlhaas“ überprüfen wollen und sei dabei auf eine neue Interpretation des Hölderlin-Philologen und Kleist-Experten Jochen Schmidt gestoßen, die ihn ebenso elektrisiert habe wie der wieder gelesene Text selbst. Rigoros verkürzt bot Horst Zimmermann diese neue Deutung als Einführung an, um die Zuhörer zu sensibilisieren, die so wesentlich mehr von der Geschichte hatten, als sie Rudolf Guckelsberger dann, souverän wie immer, vortrug.

nGoethe lag mit seiner Einschätzung falsch


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Jetzt direkt weiterlesen!

  • 14 Tage gratis alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

0,00 €

Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 16% des Artikels.

Es fehlen 84%



Kultur