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Klangvielfalt auf zwei Orgeln

16.01.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Benefizkonzert in der Beurener Kirche zugunsten der Gruol-Orgel

BEUREN (db). Ein Benefizkonzert für die Grundüberholung der Gruol-Orgel fand am Sonntagabend in der Nikolauskirche statt. Das in Dämmerlicht getauchte Kirchenschiff war voll besetzt. Der hell erleuchtete Chor mit seinem Sternenhimmel und dem Christbaum an der Seite wirkte im Zusammenspiel mit den geöffneten Flügeln der Chororgel gegen das dunkle Kirchenschiff sehr feierlich und verlieh dem Konzertabend einen großartigen Rahmen.

Über die Baugeschichte der Gruol-Orgel von 1839 ist schon viel geschrieben worden. Es ist die einzige originale frühromantische Denkmalsorgel mit 24 Registern in unserer Region. Alle anderen vergleichbaren Orgeln sind im Laufe der Zeit in ihrer Traktur und in ihrem Klangbild verändert worden. Die Chororgel von Reusch, ursprünglich als Konzertorgel gedacht, hat sechs Register und im Pedal den Subbass 16 der alten Gruol-Orgel.

Bekannt geworden ist die Gruol-Orgel durch ihr Landfrauenregal. Es wurde, wie der Name sagt, von den Beurener Landfrauen gestiftet. Dieses Zungenregister ist doppelt geführt und damit sehr selten. Es trägt die Grundstimmung der Kleinorgel. So spielt das Klangbild einer frühromantischen Orgel gegen das helle Klangbild der Chororgel, die das Musikverständnis von heute widerspiegelt.


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