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Kultur

Hohes Maß an Verdichtung

20.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans-Peter Kuhnle las in der Buchhandlung Im Roten Haus

NÜRTINGEN. Aschig riecht die Luft bis hinab ins Gedächtnis. Draußen auf dem Lande legen sie Feuer an Strohhexen. Diese Strophe aus einem Gedicht Hans-Peter Kuhnles war der einzige Verweis auf den Abend, an welchem die Lesung stattfand (es war Weiberfasnacht). Auf dem Marktplatz herrschte lautes Faschingstreiben, in der Buchhandlung konzentrierte Ruhe. Lyrik umrahmt von konzertanter Musik Birgit Schuster und Elsabe Krause spielten Violine und Cello erneut erwies sich die Buchhandlung Im Roten Haus als Alternative.

Zunächst gab Kuhnle eine Einführung in die Welt der Dichtung was bedeuten die Gedichte für ihren Schöpfer? Für ihn sind sie ein beständiges Insistieren auf Gedächtnis. Sie stehen gegen die Eventkultur, gegen den Terror des erinnerungslosen Vergnügens. Seine Gedichte sprechen von der (Natur-)Schönheit, aber auch von Melancholie und Vergänglichkeit.

Die den Gedichten mitgegebenen Erläuterungen waren Hinweise auf Orte, Personen oder auf Ereignisse in der Politik Erklärungen vertragen Gedichte nicht, am allerwenigsten von ihrem Schöpfer. Ein erklärender Wortschwall könnte die Genauigkeit des gedichteten Wortes hinwegschwemmen, im Gedicht steht aber jedes Wort an der ihm bestimmten Stelle, hat seinen Platz in Bedeutungszusammenhang und Rhythmus.


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