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Kultur

Gehen und Hören

19.04.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(do) Der besondere Spazierrundgang des Vereins Hölderlin-Nürtingen zum Hören, Lauschen und Sehen um den Ulrichstein und zur Föllbachschlucht am letzten Sonntag war eine rundum gelungene Premiere. Bei wunderbarem Wetter begrüßten zarte Flötentöne die Wanderer auf dem Weg zum Ulrichstein, zu den eigenen Klängen und Geräuschen des Waldes. Dort konnte man Hölderlins „Winkel von Hardt“ in Dialogform lauschen. Dann begleitete der fast alles übertönende Klang der Zivilisation mit den Straßengeräuschen aus dem Aichtal die Wanderer die Schlucht hinauf. Die Töne der Zivilisation verloren sich, und es gewannen die Töne des Waldes und des Wassers. „Da ich ein Knabe war“ auf sonnendurchfluteter Lichtung und die „Eichbäume“ unter ausladenden, noch lichten Eichenkronen: Hölderlins Lyrik scheint für diese Momente gemacht. Könnte es dafür noch andere passende Orte im Wald der Föllbachschlucht geben? Eine romantische Felsformation und eine singende Säge überraschten auch die zufällig vorbeikommenden Wanderer als musikalische Einheit, bevor in der idealen Naturkulisse mit „Hyperions Schicksalslied“ die Frage nach dem verlorenen Paradies und der Rolle der Menschen für die Zuhörer lebendig wurde. Zum Ende des Wegs am Waldrand mit herrlichem Blick zum Albtrauf hinüber dann nochmals Musik: hier durften die Wanderer noch ein wenig den Klängen eines Vibraphons und dem Gesang der Vögel lauschen. Alle Beteiligten waren sich einig – dieser klingende Spaziergang verdient eine Wiederholung.

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