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Fußball ­ eine Art Opium fürs Volk

14.06.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Café Logos hatte zum Abseits denken eingeladen

NÜRTINGEN. Zur Zeit regiert scheinbar tatsächlich König Fußball die Welt. Zumindest jenen Teil, der seit 16 Jahren wieder Deutschland heißt. Nun hat diese Droge anlässlich der WM, an vielen neuen Buchtiteln erkennbar, für vier Wochen auch von der Gruppe der Alphabeten Besitz ergriffen. So konnten auch die Nürtinger Volkshochschule, der Kulturverein Provisorium und Moderator Norbert Rink bei der Themenfindung für die Junisitzung des philosophischen Sonntagstreffs Café Logos sich dem Fußballfieber nicht entziehen und luden am vergangenen Sonntag auf den Platz vor der Stadthalle K3N zum Abseits denken ein.

Das verspricht ein epikuräischer Vormittag zu werden, stellte der Moderator zu Beginn seiner einleitenden Ausführungen fest. Schließlich hatte man sich bei herrlichstem Wetter zur vormittäglichen Stunde zum gemeinsamen Frühstück zusammengefunden, um zu hören, was Norbert Rink zu diesem Thema an Denkanstößen erarbeitet hatte.

Alles, was er über Moral wisse, habe er vom Fußball, zitierte Rink den französischen Existenzialisten Albert Camus. Aus einem Wittgenstein-Zitat machte Rink den die Gegenwart kennzeichnenden Satz: Die Welt ist alles, was der Ball ist. Und da Fußball ja bekanntlich ein Spiel ist (sein sollte), kam er natürlich auch an Schillers Kennzeichnung des Menschen als nur da ganz Mensch, wo er spielt nicht vorbei.


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