Kultur

Elias brach aus der Aufführung hervor wie ein Feuer

20.05.2009, Von Axel Grau — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Mendelssohn-Gedenkjahr hat sich die Nürtinger Kantorei dessen Oratorium „Elias“ angenommen – Konzert in der Stadtkirche war gut besucht

NÜRTINGEN. Als am Sonntagabend die letzten Töne des Schlusschores des Mendelssohn’schen „Elias“ verklungen waren, konnten die gebannten Zuhörer in der gut gefüllten Stadtkirche St. Laurentius nicht mehr an sich halten und brachten ihre Begeisterung mit lang anhaltendem Beifall zum Ausdruck. Dieser galt vor allem den beiden dramatischen Hauptakteuren des Abends: dem Chor und seiner Dirigentin. Was die Nürtinger Kantorei unter der Leitung von Bezirkskantorin Angelika Rau-ulo an diesem Abend zu Gehör brachte, war gleichermaßen bewegend und mitreißend und stellte einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Chorensembles dar.

Es war ein Genuss wieder einmal zu beobachten, wie die Sängerinnen und Sänger zunehmend selbstbewusst einen eigenen, charakteristischen Klang entwickeln und auf stetig steigendem Niveau differenziert und ausdrucksstark musizieren. Es ist darüber hinaus bezeichnend für die Qualität eines Chores, wenn kleinere Solopartien aus den eigenen Reihen besetzt werden können, und wenn sie sich, wie am Sonntag zu hören war, nahezu nahtlos unter die Stimmen der vokalen Hauptakteure mischen. Auf diese Weise wurden die A-cappella-Stellen der Engel und das Doppelquartett „Denn er hat seinen Engeln“ zu besonders intensiven Momenten der Aufführung.


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