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"Eine unverfälschte Annäherung" an Hölderlin

27.10.2007 00:00, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der Buchhandlung Zimmermann werden die Briefe Susette Gontards an den Dichter vorgestellt

NÜRTINGEN. Sie war ihm Abbild der ewigen Schönheit. Die Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin zu Susette Gontard, der er in seinem Werk als Diotima Unsterblichkeit verlieh, war eine schmerzhafte, eine hoffnungslose Liebe. Für beide. Von dieser großen Liebe zeugen 17 Briefe, die sie an ihn nach der Trennung verfasste. Für den Nürtinger Buchhändler Dr. Horst Zimmermann sind diese Briefe aber nicht nur Zeugnis dieser großen, unvergänglichen Liebe. Sie spiegeln zugleich den großen Dichtersohn Nürtingens in einer sonst unerreichten, persönlichen Dimension wider. Grund genug für Zimmermann, jenen Briefen am Dienstag, 30. Oktober, um 20 Uhr im Buchhaus in Nürtingen eine eigene Veranstaltung unter dem Titel Diotimas Briefe an Hölderlin zu widmen. Dagmar Claus wird aus den Briefen lesen. Und Zimmermann will schließlich dabei gar ein rührendes Geheimnis lüften.

Im Januar 1796 landete der Dichter als Hauslehrer bei der Frankfurter Bankiersfamilie Gontard. Er habe die besten Menschen zu Freunden, urteilt er bald über die Familie. Vor allem die Frau, Susette, hat es ihm angetan. Es ist eine reine, platonische Liebe, in der beide entbrennen. Und doch, es ist eine Liebe eines jungen Mannes zu einer jungen, verheirateten Frau. Unerhört, allemal in dieser Zeit. Bald kommt es zu Spannungen im Hause Gontard. Die Liebende legt dem Geliebten gar nahe, das Haus zu verlassen. Er tuts im Oktober 1798.


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