Kultur

Ein zeitloses Phänomen

07.03.2020 05:30, Von Sara Hiller — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fake News: Die WLB inszeniert mit „Schtonk!“ den Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher

Zuerst freuen sich alle über die Hitler-Tagebücher. Foto: Hiller
Zuerst freuen sich alle über die Hitler-Tagebücher. Foto: Hiller

NECKARTENZLINGEN. Eine internationale Pressekonferenz, zuckendes Blitzlichtgewitter, Warten auf die Sensation: Denn aufgrund eines aufgetauchten Buches müssen von heute an „große Teile der deutschen Geschichte neu geschrieben werden“. Euphorisch wird das schwarzgebundene Objekt in die Höhe gestreckt. Es sind intimste Aufzeichnungen aus der Feder Adolf Hitlers – ein Mensch wie du und ich, beinahe, mit Blähungen und Mundgeruch!

Es ist ein Stück weit absurdes Kulturgut, welches die Württembergische Landesbühne Esslingen mit der Komödie „Schtonk!“ am Mittwochabend auf Einladung des Kulturrings Neckartenzlingen in der Melchiorhalle präsentierte. Die Blamage im Jahre 1983 mag lange her sein, doch die Thematik der Fake News beweist erschreckende Aktualität.

Helmut Dietl kreierte aus dem Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher des Kunstfälschers Konrad Kujau, die damals das Magazin „Stern“ veröffentlichte, einen deutschen Filmklassiker. Und Marcus Grube ist es nun, der erstmals daraus eine Bühnenfassung schuf.


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