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Drei Bananen in vier Stunden

02.05.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der „Anstalt“, dem „Satire Gipfel“ oder den „Mitternachtsspitzen“ lässt er hin und wieder ein bitterböses verbales Trommelfeuer los, am vergangenen Freitagabend begeisterte er mit seinem Soloprogramm „Liebe“ vor ausverkauftem Haus in der Nürtinger Stadthalle K3N: Hagen Rether, von dem man sagt, er habe das politische Kabarett am und mit dem Klavier neu erfunden. Der 43-Jährige, der 1973 aus Rumänien nach Deutschland kam, in Essen lebt und zahlreiche Kabarettpreise gewonnen hat, nimmt mit scharfer Zunge alles und jeden aufs Korn. Von permanent geschürten Ängsten, über Massentierhaltung und Fleischkonsum bis hin zu Religion, Lobbyismus und jedwede machtpolitischen Verstrickungen – alles wird auf Sinn und Unsinn hinterfragt. Aber man muss ja nicht alles verstehen, wie er immer wieder sarkastisch betont. „Das ist halt so.“ Offensichtlich gelangweilt lümmelt er auf einem Stuhl, gähnt und streckt sich und liest der Gesellschaft die Leviten. Der schwarze Flügel gehört natürlich dazu, den putzt und poliert er mit Hingabe. Schade nur, dass er das Instrument bloß zu zwei musikalischen Einlagen nutzt. Dafür will sein Programm, dass immer „Liebe“ heißt, das er aber stets variiert und aktualisiert, nicht enden. Erst nach fast vier Stunden, in denen der überzeugte Vegetarier drei Bananen verspeist und weitere verteilt, entlässt ihn sein Publikum mit donnerndem Applaus. uba/Foto: ret

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(red) „Auf ein Schwätzle . . . mit dem LinkMichel“: Das nicht ganz ernst zu nehmende Zwiegespräch, das Lia Hiller aus unserer Sonderthemenredaktion mit dem Neuffener Comedian LinkMichel führt, erschien bis vor Kurzem wöchentlich auf unserer Sonderseite „Neuffener Tal“, die coronabedingt bis auf…

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