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Der erste deutsche "psychologische" Roman

10.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die sechste Folge des Nibelungenlieds wurde in der Buchhandlung Zimmermann vorgestellt

NÜRTINGEN (pm). In der Mitte des Nibelungenlieds treffen sich zwei Sagenkreise: die Geschichte von Siegfried und seiner Ermordung und der Untergang der Burgunderkönige mit ihrem ganzen Gefolge. Der geniale Unbekannte hat beide Teile zusammengeführt und, wenn auch mit einigen Verwerfungen, das grandiose Epos des deutschen Mittelalters daraus gemacht. Er war der Tradition verhaftet, hat zugleich aber erstmals moderne Erzählweise vorweggenommen. Dr. Horst Zimmermann erläuterte dies jüngst.

An der Wende zum zweiten Teil des Nibelungenlieds ist bereits das Potential für die Katastrophe da, denn Kriemhild, die wichtigste Person im Fortgang der Handlung, ist nicht in ihr Königreich heimgekehrt, sondern in Worms geblieben und trauert um ihren Mann. Da wirbt der verwitwete König Etzel um Siegfrieds Witwe. Wer den Ablauf der Brautwerbung, wer Kriemhilds Einwilligung in die Ehe, ihre Reise ins Hunnenreich und den Rang, der ihr dort als der neuen Königin zuwächst, nur überfliegt, bleibt an keinem dramatischen Höhepunkt hängen.


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