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Den Genius Loci Spaniens musikalisch erfasst

10.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alexander Swete hatte sein Nachmittagskonzert ausschließlich spanischen Komponisten gewidmet

NÜRTINGEN. Auch das zweite Nachmittagskonzert der diesjährigen Gitarrenfestspiele in Nürtingen erfreute sich großen Zuspruchs. Mit Alexander Swete war es allerdings auch kein Unbekannter, der gestern um 14 Uhr mit einem ausgewogenen Programm in der Kreuzkirche die Bühne betrat.

In den Jahren 2000 und 2004 war Alexander Swete zusammen mit dem Flötisten Eugen Bertel und dem Violinisten Daniel Sepec im Trio zu Gast in Nürtingen. Umso mehr war man interessiert, den in Wien lehrenden mehrfachen Preisträger zum ersten Mal solo auf einer Nürtinger Bühne zu hören.

Aus Dionisio Aguados Zyklus Tres Rondos brillantes stellte Swete zwei Sätze aus dem Rondo E-Dur an den Anfang seines Programms, die gleich symptomatische Akzente für das knapp 80-minütige Konzert setzten. Eine moderate Seite, die des besinnlichen Adagio, sollte den Zuhörern in der folgenden Stunde ebenso häufig begegnen wie die beschwingte, die in der tatsächlich zum Tanzen reizenden Polonaise zum Ausdruck kam.

Im Glanz der Sonne Südspaniens flirrten und glitzerten die Klänge von Joaquin Turinas Sonate durch die alte Kirche. Vor allem im dritten Satz setzte der Gitarrist die von dem 1882 in Sevilla geborenen Komponisten vorgegebenen Stilelemente in Live-musik um. Arpeggios und Rasgueados wechselten sich mit schwindelerregend schnellen Läufen ab.


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