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Kultur

Dem Spieltrieb freie Hand gegeben

11.05.2011 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Bartholdy-Quintett spielte das letzte Meisterkonzert der Saison in der Kreuzkirche – Sehr guter Besuch

NÜRTINGEN. Es sind keine neuen Erkenntnisse, wenn man behauptet, Mozarts Schnelligkeit im Erfassen musikalischer Zusammenhänge, sein nahezu fotografisches Gedächtnis, sein absolutes Gehör, seine Fingerfertigkeit, sein Spieltrieb und sein großer musikalischer Horizont seien nicht nur göttliche Gaben gewesen, sondern durch allerfrühestes Kindheitstraining befördert worden, ebenso durch sein erzmusikalisches Umfeld im Elternhaus und eine schier pausenlose Konzerttätigkeit durch die musikalischen Zentren Europas, die man auch als Bildungsreise in Permanenz definieren kann.

Mit Mozart eröffnete denn auch das Bartholdy-Quintett am Montag in der Kreuzkirche das letzte Meisterkonzert der laufenden Saison. Zuweilen kühl, fast unterkühlt, gingen die Instrumentalisten Anke Dill (Violine), Ulf Schneider (Violine), Barbara Westphal (Viola), Volker Jacobsen (Viola) und Gustav Rivinus (Violoncello) das Streichquintett in B-Dur KV 174 an. Aber dies ist nicht das ganze Bild. Im zweiten Satz, einem Adagio mit wie in Töne gegossenen Lyrismen, spielte der Violinist Ulf Schneider die ganze Süße des zauberischen Geflechts der Stimmen aus. Im dritten Satz gibt Mozart seinem Spieltrieb freie Hand zu einem ausführlichen Tändeln mit Echoeffekten, von den Instrumentalisten vergnüglich ausgekostet. Das erstaunlich reife Werk vereinigt in früher Meisterschaft kammermusikalische und serenadenhafte Züge.


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