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Das Licht nicht unter den Scheffel gestellt

09.04.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sehr gut besuchtes Meisterkonzert mit dem Philharmonia Quartett Berlin Es war das letzte der Saison

NÜRTINGEN. Über die Musik und ihre Wirkung ist schon viel geschrieben worden. Eine der erstaunlichsten Deutungen stammt von Claude Levy-Strauss. Er nannte sie einen Apparat zur Beseitigung der Zeit, so dass wir, wenn wir Musik hören und während wir sie hören, eine Art Unsterblichkeit erlangen. Das am Montag in der Kreuzkirche abgehaltene letzte Meisterkonzert der Saison begann, selten genug, mit einführenden Worten durch den Violinisten Christian Stadelmann. Er erläuterte die Musik von Anton Webern, der mit zwei Stücken im Programm vertreten war.

Sein Langsamer Satz für Streichquartett ist pure Spätromantik. Ganz anders sein Streichquartett op. 28. Es entstand nach einem Bruch in seiner Komponierweise, wie sie krasser nicht vorstellbar ist. Unter dem Einfluss von Arnold Schönberg begann er eine Musik zu schreiben, wie sie vor ihm noch niemand auf einem Notenblatt verzeichnet hat. Der erstaunliche Mann kam zu Tode wie in einer schlechten Novelle. Als er in seiner österreichischen Heimatgemeinde 1945 beim Einmarsch der Amerikaner unter die Tür trat, wurde er von einem auf einem Panzer sitzenden Cowboy in Uniform erschossen.


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