Kultur

Altes Drama als düstere Zukunftsvision

13.03.2019, Von Thomas Oser — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Schauspielbühnen Stuttgart waren mit Shakespeares „König Richard III.“ und Max Tidof in der Titelrolle zu Gast in Nürtingen

Max Tidof stellt Shakespeares Richard III. als archaischen Kraftprotz dar. Foto: Jüptner
Max Tidof stellt Shakespeares Richard III. als archaischen Kraftprotz dar. Foto: Jüptner

NÜRTINGEN. Die Stimme, die zu Beginn unverfänglich darum bittet, die Handys auszuschalten, ist es auch, die das Regiekonzept umreißt: Was passiert mit unserer hochtechnisierten Zivilisation, wenn dauerhaft der Strom ausfällt? Diese Frage brachte Regisseur Manfred Langner dazu, seine Inszenierung von Shakespeares Historiendrama „König Richard III.“, die am vergangenen Montag auf Einladung des Kulturamts in der Nürtinger Stadthalle K3N zu sehen war, in eine unbestimmte Zukunft zu verlegen.

Langners Leitidee seiner Shakespeare-Aktualisierung ist, dass infolge einer solchen technischen Apokalypse die dünne Kruste unserer Zivilisation unweigerlich aufbrechen und eine Gewalt hervortreten würde, die an die Kriege um die Thronfolge im mittelalterlichen England erinnert.


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