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Alle Register der Bach’schen Kunst

01.07.2009 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kantatenabend in der Dorfkirche zu Neuenhaus war ein Erlebnis – Auch Mendelssohn war zu hören

AICHTAL-NEUENHAUS. Vor 350 oder 400 Jahren müssen die Menschen anders gedacht, anders gefühlt und anders empfunden haben. Damals um die Zeit des Dreißigjährigen Krieges entstanden die vielen gemütstiefen und zu Herzen gehenden Choräle, die noch in diesen Tagen in den Kirchen voller Andacht gesungen werden. Ein Komponist von heute kann sich anstrengen, wie er will – ein Choral, dem die Frömmigkeit gleichsam eingeschrieben ist, wird ihm nicht gelingen. Die Zeiten sind anders geworden, die Hingabe und das Vertrauen in eine höhere Macht ebenso.

Ein gutes Beispiel für die Wärme und Schönheit alter Kirchenlieder ist der Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Georg Neumark, der die ganzen Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erleben und erleiden musste, hat die Melodie 1657 geschrieben. Johann Sebastian Bach hat die Musik aufgegriffen und zu seiner gleichnamigen Choralkantate verarbeitet. Am Sonntag wurde sie unter der Leitung von Dr. Christoph Jäger in der Kirche von Neuenhaus aufgeführt, zusammen mit Mendelssohns gleichnamiger Kantate.

Der Besuch der geistlichen Abendmusik ließ nichts zu wünschen übrig, in dem schmucken Gotteshaus war nicht ein einziger Platz mehr frei. Es war ein Gesprächskonzert, mit Erläuterungen durch den Dirigenten.


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