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Rund 50 Anrufe von Telefonbetrügern

13.11.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Polizei verhindert mit größerem Einsatz Betrug in Neuhausen

NEUHAUSEN (lp). Eine Welle von Anrufen von Telefonbetrügern, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben, hat am Montag erneut den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen erfasst. In den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen gingen rund 50 betrügerische Anrufe ein, über 15 davon alleine bei Bürgern in Neuhausen auf den Fildern. Offenbar blieben alle Straftaten im Versuchsstadium stecken. Auch aktuell komme es zu weiteren Anrufen von Betrügern, teilt die Polizei mit.

Wie skrupellos und gefährlich die Kriminellen sind, zeige ein Fall aus Neuhausen, bei dem die Polizei in der Nacht zum Dienstag mit einem größeren Einsatz rechtzeitig habe verhindern können, dass ein Seniorenehepaar einer Betrügerbande Geld und Wertsachen aushändigt: Die Täter hatten sich als Beamte des Polizeipostens Neuhausen ausgegeben und behauptet, dass ein Einbruch bevorstehe und das Vermögen der Eheleute zu Hause nicht mehr sicher sei. Als der Ehefrau Zweifel kamen, rief sie richtigerweise über Notruf selbst die Polizei. Weil die Betrüger aber zeitgleich an einem anderen Telefon mit dem Ehemann sprachen, bekamen sie mit, dass ihr Vorhaben zu scheitern drohte. Sie verängstigten ihre Opfer dermaßen, dass die Frau auflegte und anstatt der Polizei doch wieder den Betrügern glaubte. Sämtliche Versuche, mit dem Ehepaar telefonisch und auch persönlich am Wohnsitz in Kontakt zu treten, scheiterten. Stattdessen gelang es den Kriminellen, ihre Opfer davon zu überzeugen, dass nicht die Polizei vor der Tür stehe, sondern besagte Einbrecher, die es auf ihr Vermögen abgesehen hätten. Da weiterhin eine Kontaktaufnahme mit den Eheleuten scheiterte, eine Übergabe von Wertsachen an die Betrüger aber zu befürchten war, betrat die Polizei schließlich das Wohnhaus, wo das verängstigte Ehepaar körperlich unversehrt angetroffen wurde.

Mann aufgefordert, auf Polizisten zu schießen

Bei den Ermittlungen kam heraus, wie weit die Betrüger zu gehen bereit sind: In diesem Fall hatte die verbrecherische Bande den Ehemann für den Fall, dass er eine Schusswaffe besitze, sogar aufgefordert, auf die vor dem Haus stehenden Einsatzkräfte der Polizei, die von den Betrügern als Einbrecher bezeichnet wurden, zu schießen.

Die Polizei weist darauf hin, dass sie niemals Personen zur Übergabe von Wertsachen auffordern und ebenfalls niemals Anweisungen erteilen wird, auf Menschen zu schießen. Betroffene sollten bei derartigen Anrufen sofort auflegen und über 110 die Polizei alarmieren.

Content der Polizeipräsidien, übermittelt durch news aktuell.

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