Basketball

Kirchheimer Zweitliga-Basketballer brechen Bremerhavener Bann

21.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aller guten Dinge sollen ja angeblich drei sein – für die Zweitliga-Basketballer der VfL Kirchheim Knights waren sie es gestern Abend im zweiten Spiel der diesjährigen Play-off-Runde allemal. Im dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison mit den Eisbären Bremerhaven haben sich die Ritter durch den 105:102 (56:42)-Sieg schließlich erstmals durchgesetzt. Der am Ende hauchdünne Erfolg geriet in den letzten Minuten in Gefahr, nur zweimal lagen die Kirchheimer in der von ihnen über weite Strecken so souverän geführten Partie hinten. Und das ausgerechnet in der sogenannten Crunchtime, dann also, wenn es auch im Basketball sprichwörtlich um die Wurst geht. Denn danach, dass die Partie gegen die zum erweiterten Kreis der Favoriten zählenden Eisbären in den Schlussminuten noch so spannend werden würde, hatte es lange nicht ausgesehen. Schon im ersten Viertel übernahmen die Hausherren das Kommando, lagen in der 4. Minute mit 16:8 vorne und zur ersten Pause gar 32:21, nachdem Kevin Wohlrath just mit dem Viertelende einen tollen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie aus dem Eck durch die Reuse befördert hatte. Auch in den zweiten zehn Minuten gaben die Gastgeber eindeutig den Ton an und vergrößerten ihren Vorsprung nach gut einer Viertelstunde auf 48:29. In die Kabinen ging es mit 56:42. Im dritten Durchgang kamen die distanzwurfstarken Gäste dann immer näher, unterboten 46 Sekunden vor der letzten Viertelsirene durch einen Dreier von Leon Hoppe erstmals die im Basketball bei Aufholjagden magische Zehn-Punkte-Marke und verkürzten auf 67:76. Obwohl Kirchheim mit einer Elf-Punkte-Führung (80:69) in den Schlussabschnitt ging, war alles offen. Bremerhaven kämpfte sich weiter verbittert heran, ein Dreier von Max Ugrai 64 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte fürs 99:100 und damit die erste Führung der Gäste, die auch beim 101:102 31 Sekunden vor Ultimo nochmals vorne lagen. Doch ein erfolgreicher Dreier trotz Bedrängnis von Nico Brauner zum 104:102 brachte de entscheidende Wende. Als Kirchheims Max Mahoney auf der Gegenseite den Ball eroberte, wenig später gefoult wurde und den ersten seiner zwei Freiwürfe verwandelte, war die Partie zugunsten der Knights, bei denen Richard Williams mit 22 Punkten Topscorer war, gelaufen. Die Kirchheimer gehen damit gestärkt in die beiden nächsten Partien gegen die Academics Heidelberg, die am Freitag und Montag anstehen. jsv/Foto: Tanja Spindler

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