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Museumsstück des Monats im Freilichtmuseum Beuren ist das Albertle-Ausstecherle

29.11.2021 05:30, Von Felicitas Wehnert — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Albertle mit Backform und Nageleinsatz für die charakteristischen Löcher. Foto: Schäffler
Albertle mit Backform und Nageleinsatz für die charakteristischen Löcher. Foto: Schäffler

BEUREN. Zwischen den Ausstecher-Formen der Großmutter meines Mannes lagert auch ein martialisches Teil, das keiner mit Weihnachtsplätzchen in Verbindung bringen konnte: ein Viereck in Keks-Größe und ein zweites passendes Stück mit spitzen Nägeln. Erst der Blick in alte Kochbücher brachte Aufklärung. Damit werden die Albertle produziert.

Die Albertle sind mittlerweile etwas aus dem Blickfeld geraten, obwohl sie früher vor allem im Schwäbischen gern zur Adventszeit gebacken wurden. Hochdeutsch heißen sie Albertkekse nach ihrem königlichen Liebhaber. Der Gemahl der englischen Königin Victoria soll die Vanille-Butter-Kekse gern zum Tee geknabbert haben. Typisch sind die kleinen Löcher, für die es spezielle Gerätschaften gibt – viereckig oder auch rund.

Und seit ich von den königlichen Keksen erzähle und kleine Kostproben abgebe, befördert der Freundeskreis in den Ausstecherle-Beständen stachelige Teile hervor und fängt mit dem neuen Wissen ihrer Verwendung mit dem Backen an. Bald dürfte über Nürtingen eine Vanille-Butter-Wolke aufsteigen. Wer sich daran beteiligen will, es ist gar nicht schwer. Und wenn kein spezielles Förmchen zur Hand ist, können die Löcher auch mit einem Reibeisen oder einer dicken Nadel eingedrückt werden.


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