Schwerpunkte

Nürtingen

Nürtinger Räte fordern Hilfe für Moria-Opfer

17.09.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinderatsfraktionen äußern sich zur Brandkatastrophe im Lager Moria

NÜRTINGEN (psa). In der Sitzung des Kultur-, Schul- und Sozialausschusses am Dienstagabend verkündeten die Fraktionen Nürtinger Liste/Grüne – Basis NT, NT 14, SPD, Liberale – Aktive Bürger – FWV, und Freie Wähler eine Gemeinsame Resolution zur Lage im Flüchtlingslager Moria, die Dr. Martin Häberle (NL/Grüne – Basis NT) im Gremium vortrug. Durch den verheerenden Brand hätte sich die ohnehin schon katastrophale Lage im Flüchtlingslager Moria lebensbedrohlich verschlechtert. „Es ist aus humanitären Gründen nicht vertretbar, diese Menschen ihrem lebensbedrohlichen Schicksal zu überlassen“, so Häberle. „Die Landesregierung Baden-Württembergs ersuchen wir dringend, nicht nur unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Lager Moria ins Land zu holen, sondern auch besonders bedrohte Erwachsene, zum Beispiel solche, die dringend medizinische Hilfe benötigen. Eine entsprechende Regelung ist bei der Bundesregierung mit Nachdruck einzufordern.“

Die Stadträte forderten die Verwaltung deshalb auf, dass die Stadt in diesem Sinne auf die Landesregierung einwirke. „Gemeinderat und Stadtverwaltung sind bereit, in dieser existenziellen Not gerne zu helfen und auch Menschen aus dem Lager Moria, die Opfer der Brandkatastrophe sind, in unserer Stadt aufzunehmen“, so Häberle. Es sei ein Zeichen der Solidarität, die in einer solchen Extremsituation menschlichen Leids und Gefährdung menschlichen Lebens geboten ist.

Nürtingen