Reportage

„Wir müssen die Menschenrechte schützen“

28.09.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege behandelt in seinem Krankenhaus im kongolesischen Bukavu seit Jahren vergewaltigte Frauen. Im Sommer kam der Gynäkologe auf Einladung von Difäm nach Tübingen und Stuttgart. Ein Bericht von Sylvia Gierlichs

Dr. Denis Mukwege, umgeben von seinen Patientinnen, im Panzi-Krankenhaus in der kongolesischen Provinzhauptstadt Bukavu. Foto: Svensson
Dr. Denis Mukwege, umgeben von seinen Patientinnen, im Panzi-Krankenhaus in der kongolesischen Provinzhauptstadt Bukavu. Foto: Svensson

Ntakobjira ist 34. Mit zwei anderen Frauen ist sie unterwegs zum Markt. Der Weg ist weit. Zwei Tage von ihrem Dorf entfernt. Er führt auf staubigen Straßen, an Wäldern vorbei. Als es dunkel wird, lagern die drei Frauen ihre Waren am Straßenrand, hüllen sich in ihre Wolltücher und kauern sich ins Gras. Essen den Proviant. Morgen, sagen sie, würden sie endlich Burhale erreichen, ihre Maniokwurzeln und Avokado verkaufen, ein paar Dinge für Zuhause besorgen und sich auf den Heimweg machen. Doch in der Nacht werden die drei Frauen überfallen. Angehörige einer Miliz vergewaltigen sie, wieder und wieder. Dann füllen sie Ntakobjira und ihren Freundinnen Benzin in die Vagina und halten ein brennendes Streichholz hinein.


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