Radsport

Anrufe vom Weltmeister und vom einst besten Sprinter

14.04.2021 05:30, Von Bernd Köble — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Radsport: Der Weilheimer Profi Jannik Steimle erholt sich derzeit von seinem schweren Sturz

Es gibt Geburtstagsgeschenke, die tun höllisch weh, obwohl sie Freude bereiten. Sein impulsiver Jubelschrei nach dem Überraschungserfolg des Teamkollegen Kapser Asgreen bei der Flandern-Rundfahrt am Ostersonntag dürfte Jannik Steimle noch eine Weile schmerzhaft in Erinnerung bleiben. Die Szene im Fernsehen ließ ihn für einen Moment vergessen, dass seine lädierten Knochen gerade erst am Abheilen sind.

An diesem 4. April ist Jannik Steimle 25 Jahre alt geworden. Was er nicht vergessen wird: Wie viel Glück er an jenem Mittwoch vor drei Wochen hatte, als er beim belgischen Eintagesrennen Nokere Koerse fünf Kilometer vor dem Ziel in einen Begrenzungszaun krachte. Ein kapitaler Sturz, von dem weder TV-Bilder noch Erinnerungsfetzen in seinem Kopf geblieben sind und von dem man erst jetzt weiß, dass er sein Leben, so wie er es bis dahin gekannt hatte, mit einem Schlag hätte verändern können. Zum Geburtstag an Ostern hat ihm deshalb auch sein behandelnder Arzt gratuliert. Allerdings anders als üblich. „Bei ihm sind nicht nur Rippen und obere Schulterpfanne gebrochen. Er hat vielfache Frakturen an der Wirbelsäule und am Brustkorb“, sagt der Esslinger Sportmediziner Michael Ulmer. „Jannik hatte Riesenglück. Wir sind froh, dass er noch gehen kann.“


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