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Jungstörche legten Zwischenstopp bei Großbettlingen ein

14.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein seltenes Bild in der hiesigen Region: Eine stattliche Anzahl von Störchen ließ sich gestern auf einer Wiese nahe des Großbettlinger Schützenhauses nieder. Dass sie länger in der Gegend bleiben, ist jedoch nicht zu vermuten. Auf Anfrage bei Karl-Heinz Frey erklärte das Mitglied der Nürtinger BUND-Ortsgruppe: „Da sie in der Gruppe unterwegs sind, handelt es sich wohl um Jungstörche, die bereits auf dem Zug in südlichere Gefilde sind.“ Nach der Geburt verblieben diese eine zeitlang bei den Eltern, eilten ihnen aber beim Vogelzug, in der Regel im August, voraus. Sie wählen dafür eine der beiden bekannten Routen, entweder über Gibraltar oder über Israel und Jordanien nach Afrika. Das feuchte Gebiet nahe der Autmut hat wohl Nahrung versprochen, um sich für den Weiterflug zu stärken, oder die Störche wollten einfach Gewittern ausweichen und setzten zur Zwischenlandung an, so die Vermutung von Frey. Dass sich ein Storch dauerhaft in unserer Gegend niederlässt und brütet, sei mehr als unwahrscheinlich. Dazu gebe es zu wenige, genügend große und feuchte Freiflächen, die dauerhaft ausreichend Nahrung für die Aufzucht von Nachwuchs bieten, sagt der Naturschützer. ug/Foto:Lau

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