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Im Galgenbergpark auf der Suche nach dem inneren Ich

22.06.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bereits bevor es richtig losging, durften sich die Yogi am Freitag im Galgenbergpark erst einmal selbst auf die Schulter klopfen: „Heute haben es nicht alle auf die Matte geschafft“, begrüßte Yoga-Lehrerin Sylvia Wenzel die überschaubare und rein weibliche Gruppe im Schatten der hohen Mammutbäume. Immer freitags um 18.30 Uhr bietet Wenzel in den Sommermonaten ihre Yoga-Kurse am Galgenberg an, sofern es das Wetter zulässt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Den Schwierigkeitsgrad passt sie an die Teilnehmer an. Denn Yoga ist kein Leistungssport, sondern vereint geistige mit körperlichen Übungen. Wie so oft kommt es dabei auf das Maß an: „Greife dir mit der linken Hand an die linke Zehe. Jetzt einatmen“, sagt Wenzel, während so manche Teilnehmerin noch schwitzend versucht, irgendwie das Gleichgewicht zu halten. Denn der Lockdown mit Homeoffice hat bei manchem seine Spuren hinterlassen. Training im Studio war nicht möglich: „Ich habe mir vor der Pandemie ein Studio eingerichtet“, so Wenzel, doch musste sie für Monate schließen. Seit Kurzem darf sie zwar wieder öffnen, doch in der freien Natur ist Yoga dann noch mal etwas anderes, zumal hier dank großzügiger Abstände auch keinerlei Masken notwendig sind. Weniger anstrengend werden die Übungen hierdurch wohl sicherlich nicht. Angst, dabei von einer Wurfscheibe der umgebenden Körbe für Disc-Golfer getroffen zu werden, muss man hingegen keine haben: rücksichtsvoll spielten auch am Freitagabend diese wieder um die Yogi herum. Sich dazugesellen wollten sie aber nicht: „Mit der Gelenkigkeit können wir nicht mithalten“, lachten Disc-Golfer Patrick und seine Kumpels, während die Frauen gerade liegend ihren Oberkörper emporstrecken – und einatmen. jüp

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