Weihnachtsgrüße

Einen Hauch Stimmung aufschnappen

23.12.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sebastian Trost ist zusammen mit seiner Freundin Johanna Klink ein halbes Jahr in Südostasien – In der Ferne lernen die beiden Weihnachten ganz neu zu schätzen

Nachdem ich meiner Familie versprochen habe, einen Weihnachtsgruß zu schreiben, war ich total in Euphorie, über das Weihnachten in 11 000 Kilometer Entfernung zu schreiben. Ich verbringe gerade ein halbes Jahr, mit meiner Freundin Johanna, in Südostasien. Wir reisen mit dem Rucksack von Ort zu Ort und von Land zu Land. Unterwegs sind wir seit Mitte September, als unsere Reise in Hanoi begann. Mit Bus, Boot, Tuk Tuk und Motorroller haben wir seitdem knapp 3000 Kilometer durch Vietnam, Kambodscha und Laos zurückgelegt. Die Strecken führten uns vorbei an den steilen Reisterrassen Sapas, den unberührten Regenwäldern Phong Nas und zig UNESCO-Weltkulturerbestätten, wie der von Lampions und Blumen geschmückten Altstadt Hoi Ans oder des im Licht des Sonnenaufgangs bestrahlten Angkor Wats, aber auch zu verschiedenen indigenen Völkern wie den Khmer oder Hmong, die wir wegen ihrer Gastfreundlichkeit und Zuvorkommenheit sehr zu schätzen gelernt haben. Bei diesen wunderschönen Erlebnissen vergisst man schnell, dass zur gleichen Zeit zu Hause die Schokonikolause in die Regale der Supermärkte wandern und die ersten Weihnachtsbäume vor Rathäusern und Einkaufszentren geschmückt werden. Von Weihnachten fehlt hier in Laos jede Spur. Der Großteil der Bevölkerung Südostasiens ist buddhistisch, weshalb hier kaum jemand fieberhaft nach Geschenken sucht, Adventskränze steckt oder Lichterketten am Balkon anbringt. Auch wenn es sich bei 30 Grad und vorwiegend strahlendem Sonnenschein – dem laotischen „Winter“– sehr gut aushalten lässt und es einem die immer neuen Eindrücke leicht machen, über das verpasste Weihnachten in diesem Jahr hinwegzusehen, vermisst man in stillen Momenten dann doch das Plätzchenbacken, den Klang der Weihnachtslieder, den Geruch von Tannennadeln und die festliche, besinnliche Stimmung, die von jedem Einzelnen ausgestrahlt wird.

Sebastian Trost verbringt Weihnachten zusammen mit seiner Freundin Johanna Klink 11 000 Kilometer entfernt von zu Hause.

Auf den Stress der Vorweihnachtszeit, bei dem die meisten Leute vergessen, dass es eigentlich um etwas ganz anderes als das große Geschäft geht, verzichten wir in diesem Jahr gerne, doch die Ruhe und Besinnlichkeit am Heiligen Abend und an den Weihnachtsfeiertagen vermissen wir sehr und lernen es so weit entfernt von alledem noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise zu schätzen. Am 24. Dezember dieses Jahres werden wir mit einer weiteren Freundin im Norden Thailands sein, vermutlich ein Curry oder das Landesgericht Pad Thai essen anstatt des üblichen Festmahls, das nach den Herzenswünschen eines jeden am Tisch zusammengestellt wurde, unsere Familien anrufen, ihnen ein tolles Fest wünschen und dann den Abend in einer schönen Bar oder einem anderen schönen Ort verbringen, und wer weiß, vielleicht läuft ja doch das ein oder andere Weihnachtslied, bei dem man sich auf die Besonderheit des Tages einlassen und einen Hauch der Stimmung zu Hause aufschnappen kann. Auf jeden Fall freuen wir uns schon, nächstes Jahr Weihnachten im gewohnten Rahmen feiern zu können, versuchen aber auch hier einige Momente der Ruhe zu finden, um dem Fest der Liebe seine Bedeutung zukommen zu lassen.

Allen Lesern, vor allem aber unseren Freunden und Familien wünschen wir ein schönes, frohes und besinnliches Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

 

Sebastian Trost

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