Nürtingen

Moby Dick im Rhein

18.05.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Die Duisburger Polizei war sich sicher: da muss Alkohol im Spiel sein. Also mussten die Schiffer, die am 18. Mai 1966 vermeldeten, sie hätten einen weißen Wal im Rhein gesehen, erst mal blasen. Aber sie waren völlig nüchtern. Tatsächlich schwamm ein leib- haftiger Wal im Rhein herum. Schnell hatte er den Namen Moby Dick verpasst bekommen. Etwas länger dauerte es herauszufinden, wie der Wal denn nach Duisburg gekommen war.

Das geschah folgendermaßen: der Wal, übrigens ein Beluga- oder Weißwal, hätte in einem britischen Zoo ausgestellt werden sollen, doch das Schiff, das ihn dort hin bringen sollte, geriet in einen Orkan. Dabei kippte das Tier im Ärmelkanal von Bord.

Normalerweise leben die drei- bis sechs Meter langen Wale in arktischen Gewässern. Moby Dick kannte sich also gar nicht aus und schwamm via Rotterdam in den Rhein und fand nicht mehr heraus.

Der Direktor des Duisburger Zoos versuchte, Moby Dick mit Netzen und Betäubungspfeilen einzufangen. Dagegen gab es massive Proteste. Einige Leute versuchten gar, das Einfangen des Weißwales zu verhindern, indem sie von einem Luftschiff aus Orangen abwarfen. Aber erst eine offizielle Protestnote aus den Niederlanden beendete die Jagd auf Moby Dick.

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