Leserbriefe

Es werden nicht alle zu uns kommen

05.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Stoitzner, Nürtingen. Zum Artikel „Fahrkarte ins Schlaraffenland“ vom 2. September. Fünf junge Männer aus Syrien. Der 25-jährige Sahel erzählt, dass er, sein Bruder und drei Freunde vor neun Monaten aus Aleppo geflohen sind. Sie sind geflohen vor Krieg, Bomben, Terror, Ermordung, Hunger, einer Hölle, Ungewissheit, Angst. Sie haben die Strapazen und die Lebensgefahr der Flucht auf sich genommen. Sie suchen Frieden, Arbeit, eine Zukunft.

Wir haben nach dem Zweiten Weltkrieg die vielen, vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aufgenommen. Wir haben viele Gastarbeiter angeworben und aufgenommen. Wir haben den Fall der Mauer mit seinen Konsequenzen gestemmt und viele Menschen aus den neuen Bundesländern aufgenommen.

Allein die Bankenkrise haben wir uns 25 Milliarden kosten lassen. Die Griechenlandkrise hat uns 100 Milliarden eingebracht! Da sind eine Milliarde derzeitige Kosten für Flüchtlinge „Peanuts“. Wir sind nicht das Schlaraffenland, aber wir sind ein reiches Land.

Besinnen wir uns auf unsere christlich-abendländische Werteordnung. Wir dürfen nicht um unser Europa Stacheldraht, Zäune und Mauern hochziehen und auch nicht in unseren Köpfen und Herzen. Es werden nicht alle zu uns kommen, aber zeigen wir denen, die wir aufnehmen können, dass wir Christen sind oder zumindest mitfühlende Lebewesen.

Leserbriefe

Schon vergessen? Das ist keine Alternative

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Postfaktisch und die Arbeit der Presse“ vom 14. Januar. Niemand muss sich wundern, dass der Begriff „postfaktisch“ mit „Lügenzeit“ gleichgesetzt wird. Genauso ist das nämlich von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeint. Wer damit ein Problem…

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