Weihnachtsgrüße

Santa Claus verteilt Eis an die Kinder

24.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Annabell Sommer sendet ein herzliches „Kia ora“ aus Neuseeland in die Heimat

Santas gibt’s nicht nur als überdimensionale Dekoration, sondern man trifft in Neuseeland Santas quasi an jeder Ecke, da jedes Shopping Center seinen eigenen Santa hat, der ab Mitte November für Fotos zur Verfügung steht.

Seit drei Monaten lebe ich nun schon in einer wundervollen Gastfamilie in Auckland, der größten Stadt Neuseelands. Ich selbst finde, dass es hier gar nicht so sehr anders als in Deutschland ist, da doch vieles europäisch geprägt ist. Allerdings gibt es auch noch starke Einflüsse durch indische, asiatische und amerikanische Kulturen, sodass am Ende doch ein ganz schöner multikultureller Mix entsteht.

Annabell Sommer hofft in Neuseeland zur Weihnachtszeit nicht auf Schnee, sondern dass die Klimaanlage nicht ausfällt.

Ich lebe in einer weißrussisch-neuseeländischen Gastfamilie. Weihnachten wird allerdings nur auf „Kiwi“-Art gefeiert. Am 25. Dezember bringt Father Christmas morgens die Geschenke für die Kinder, dann geht ein Teil der Familie zum Weihnachtsfrühstück und später trifft sich die ganze Familie samt Verwandtschaft bei meiner Gastfamilie zum Mittagessen.

Zum Weihnachtsessen wird es traditionell einen Truthahn und einen Schinkenbraten sowie Gemüse geben, also ein typisches Essen, wie es wohl auch in vielen westlichen Ländern serviert wird. Als Nachtisch ist Pavlova geplant, eine neuseeländische Nachspeise aus Baiser, Sahne und Früchten.

Der wohl größte Unterschied zur deutschen Weihnacht sind die Temperaturen. Während wir zu Hause auf Schnee hoffen, feiert man hier im Sommerkleid und hofft, dass die Klimaanlage nicht ausfällt. Das ist wohl auch der Grund, warum bei mir und den anderen deutschen Au-pairs noch keine Weihnachtsstimmung aufgetreten ist, obwohl wir versuchen, mit selbstgemachten Weihnachtsplätzchen dagegen anzukämpfen. Es ist einfach zu komisch, bei 25 Grad auf dem Weg zum Strand Weihnachtslieder zu hören oder durch ein voll dekoriertes Einkaufszentrum zu laufen, wo Santa Claus anstatt Mandarinen und Nüssen Eis an die Kinder verteilt.

Santas trifft man hier quasi an jeder Ecke, da jedes Shopping-Center seinen eigenen Santa hat, der ab Mitte November für Fotos zur Verfügung steht. Außerdem gibt es hier auch Santa-Paraden und Weihnachtsmärkte in verschiedenen europäischen Stilen. Diese sind zwar sehr beliebt und darum auch immer komplett überlaufen, haben aber meistens genauso wenig Gemeinsamkeiten mit europäischen Weihnachtsmärkten wie die Frankfurter oder Wiener Würstchen, die man hier kaufen kann, mit dem, was man von zu Hause kennt.

Und auch Adventskalender haben die Kinder hier, allerdings auch nur mit 24 Türchen, obwohl es am 25. Dezember erst die großen Geschenke gibt.

Nur der Nikolaus und der Adventskranz sind hier vollkommen unbekannt, dafür werden die künstlichen Weihnachtsbäume schon ab Mitte November aufgebaut und geschmückt. Ich selbst werde kurz vor Weihnachten wieder nach Deutschland fliegen, aber bis dahin werde ich den „zweiten“ Sommer hier genießen.

Weihnachtsgrüße aus aller Welt