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Wenn die Nase kribbelt

19.11.2016, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beim Niesen schießt die Luft mit etwa 150 Stundenkilometern aus der Nase

Überall gerötete und schniefende Nasen. In der kalten Jahreszeit fangen sich viele Leute einen Schnupfen ein. Dann ist die Nase verstopft und kribbelt. Und wir müssen niesen. Wir niesen aber auch, wenn wir gar nicht erkältet sind. Wofür ist das gut?

Beim Niesen fliegen ganz viele Tröpfchen durch die Luft. Foto: Jordan/epa

Haaa-tschiiie! Wenn es in der Nase kribbelt, muss man oft niesen. Einmal, zweimal, manchmal auch dreimal hintereinander. Ob man will oder nicht. Der Reiz, der in der Nase ausgelöst wird, setzt ganz automatisch unseren ganzen Körper in Bewegung: Wir holen tief Luft, kneifen die Augen zusammen – und niesen. Doch wofür ist das eigentlich gut?

Nützliches Niesen

Wenn man gerade kein Taschentuch parat hat, niest man am besten in die Armbeuge. Foto: Philipp Brandstädter

„Niesen ist manchmal lästig, aber meistens sehr nützlich“, erklärt Steffen Knopke. Er ist Hals-Nasen-Ohren-Arzt. „Es ist dazu da, Fremdkörper aus der Nase zu befördern.“ Ständig geraten größere und kleinere Dinge in unsere Nase. Etwa, wenn wir ein kleines Insekt, Staub, Pfeffer oder Blütenpollen einatmen.

Manchmal sammeln sich auch winzige Bakterien und Viren an. Sie reizen unsere Schleimhäute in Nase, Hals und Rachen und lassen sie anschwellen. Die Folge: Wir sind erkältet. Die Schleimhäute produzieren ordentlich Rotz und Schnodder. Darin stecken Abwehr-Zellen, die die unerwünschten Eindringlinge bekämpfen.

Was beim Niesen passiert

Beim Niesen versucht der Körper, die Bakterien oder Viren loszuwerden. Und das geht so: Geraten zu viele Fremdkörper in die Nase, schlägt das Nies-Zentrum in unserem Gehirn Alarm.

Ein Kribbeln in der Nase kündigt uns an, dass wir gleich niesen müssen. Dann geht alles ganz schnell. „Wir holen tief Luft, der Brustraum spannt sich an und das Zwerchfell zieht sich zusammen“, sagt der Arzt. „Dadurch baut sich in unserem Körper ordentlich Druck auf. Schließlich entweicht die Luft mit einem heftigen Ruck durch die Nase.“ Und mit ihr der Fremdkörper, der das Kribbeln ausgelöst hat.

Hin und wieder kribbelt die Nase aber auch ohne Sinn und Zweck. Wer unter Heuschnupfen leidet, kennt das nur zu gut. Im Frühling reagieren die Abwehrkräfte zu heftig auf herumfliegende Pollen von Blüten und Gräsern. Dann tränen die Augen und die Nase kribbelt ständig. Wer im Frühjahr viel niesen muss, könnte also vielleicht auf eine oder mehrere Pflanzen allergisch reagieren.

Ungewöhnlicher Niesreiz

Und wir müssen noch aus anderen Gründen niesen: Manche Leute müssen niesen, wenn sie in die Sonne gucken. Andere, wenn sie sich die Haare bürsten oder Augenbrauen zupfen. „Das liegt wohl daran, dass bestimmte Nerven in unserem Gesicht gereizt werden“, meint Steffen Knopke. Diese Nerven senden das Signal zum Niesen an unser Gehirn. Im Normalfall erfüllt das Niesen aber einen guten Zweck. Denn es reinigt unsere Atemwege.

Soll man das Niesen zurückhalten?

Niesen macht die Nase frei. Niesen kann aber auch lästig sein. Denn wir können dabei Krankheits-Erreger verbreiten. Außerdem macht Niesen oft Krach und kann unangenehm sein. Deshalb versuchen Menschen manchmal, nicht zu niesen. Etwa, wenn sie Auto fahren, wenn sie mit jemandem reden oder wenn sie in einem ruhigen Raum sind.

Um das Kribbeln in der Nase loszuwerden, drücken manche ihre Nasenspitze hoch. Andere drücken ihre Zunge fest an den Gaumen. Oder sie schnäuzen sich, um einem lauten Nieser vorzubeugen. Manche Leute halten beim Niesen ihren Mund und ihre Nase zu, sodass keine Luft entweicht. Das sollte man aber eher nicht machen, raten Experten.

Raus damit!

In seltenen Fällen kann es den Ohren schaden, wenn man den Luftdruck beim Niesen nicht entweichen lässt. Die Fremdkörper, die beim Niesen herausgeschleudert werden sollen, bleiben außerdem in der Nase stecken. Deshalb: Wer niesen muss, sollte das auch herzhaft tun. Meistens hat es ja einen Nutzen.

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