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Von der Idee zum fertigen Turnschuh

02.12.2017, Von Sophie Rohrmeier — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Schuh-Designer holen sich auf der ganzen Welt neue Eindrücke

Turnschuhe und Sneakers sind beliebt. Es gibt Unmengen davon, und ganz verschiedene. Woher holen sich Designer da noch neue Ideen?

HERZOGENAURACH. Die Schaufenster sind voll mit Turnschuhen, in jeder Farbe und Form. In den Geschäften stapeln sich die Kartons. Und jedes Jahr gibt es wieder neue Modelle. Wie die Schuhe aussehen, überlegen sich Designer (gesprochen: disainer). Doch wie kommen diese Leute ständig auf neue Ideen?

„Das ist nicht immer so leicht“, sagt Janneke Vorsatz. Sie ist Design-Chefin bei der Firma Adidas in Herzogenaurach in Bayern. Sie und ihre Kollegen müssen neue Ideen haben. Deshalb reisen sie oft, um viel von der Welt zu sehen. „Wenn man zum Beispiel in einer Stadt herumläuft und sieht, dass etwas total glänzt. Dann suchen wir nachher in der Werkstatt nach einem Material, das auch so glänzt“, sagt sie. Dort gibt es Nähmaschinen und Drucker, dort können die Designer verschiedene Materialien und Farben ausprobieren.

Manche Designer schauen auch, ob sie im Alltag oder in der Natur Ideen finden. Torsten Hochstetter ist der Design-Chef der Sportmarke Puma. Sein Team wollte zum Beispiel einen besonders leichten Fußballschuh machen. Dafür haben sich die Mitarbeiter Libellenflügel genauer angeschaut – und sich davon für den Schuh anregen lassen.

Die Designer müssen sich immer fragen, wer ihre Schuhe kaufen will. Sie versuchen deshalb herauszufinden, was Kinder cool finden. Manchmal fragen sie auch ihre eigenen Kinder – wie die beiden Design-Chefs. Wenn ihren Kindern eine Farbe nicht gefällt, sagen sie das sofort. „Meine Tochter mag besonders Rosa und Lila“, erzählt die Expertin Janneke Vorsatz. „Da muss ich schon manchmal ein bisschen streiten mit ihr, aber das ist auch lustig.“

Viele Designer zeichnen ihre Ideen erst mal mit der Hand auf Papier. Später machen sie Zeichnungen mit dem Computer. Wenn das ganze Team einen Entwurf mag, schicken sie die Computer-Zeichnung an eine Fabrik. Dort wird dann ein Probeschuh hergestellt. „Wir schauen dann, ob der Schuh so ist, wie wir ihn uns vorgestellt haben“, erklärt Janneke Vorsatz. „Da kann man schon auch mal sehr enttäuscht sein.“

Aber wenn er dem Team gefällt, wird der Testschuh geprüft. Mit Maschinen, Robotern und Menschen. „Ist die Sohle elastisch genug oder zu weich? Wird das Material zu schnell schmutzig?“, sagt Torsten Hochstetter. „Wir testen zum Beispiel auch mit Fußballprofis.“

Farben auswählen, Material prüfen: All das machen die Designer etwa eineinhalb Jahre, bevor die fertigen Schuhe im Regal stehen.

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