Paulas Nachrichten

Über alles drüber springen: Sportart Parkour

05.09.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sandra Hess holt tief Luft, konzentriert sich kurz und springt dann über eine Mauer, die höher ist als sie selbst. Doch die 32-Jährige hat noch nicht genug. Wenig später hüpft sie in Windeseile über umgeknickte Baumstämme und ein Treppen-Geländer.

Warum macht sie das? Warum nimmt sie nicht die Treppen oder spaziert über den Weg? Ganz einfach: Das, was Sandra Hess macht, ist ein Sport. Dabei springen und hüpfen die Menschen über vieles hinweg, was ihnen im Weg steht.

Diese Sportart nennt man Parkour (gesprochen: Parkur). Das Tolle daran ist, dass man keine teure Ausrüstung oder spezielle Geräte braucht. Menschen wie Sandra Hess nehmen einfach das, was sie in der Stadt und der Natur finden. Das können Bänke, Hecken, Mauern und Treppengeländer sein. Da versuchen sie dann, irgendwie rüberzukommen. Es ist also eine Art Hindernislauf. Dabei gibt es vor allem eine wichtige Regel: Man muss die Hindernisse aus eigener Kraft überwinden. Wie man das schafft, ist jedem selbst überlassen. „Man darf klettern, springen, balancieren, sich hangeln oder schwingen“, erklärt die 32-Jährige. Auch ein Bocksprung über ein Hindernis ist erlaubt. „Mir macht der Sport total viel Spaß“, sagt Sandra Hess. „Ich kann meine eigenen Grenzen austesten und viel ausprobieren. Außerdem kann ich kreativ sein und mir überlegen, wie ich am besten über eine Hürde komme – das ist manchmal ganz schön schwierig!“ Prima ist auch, dass Parkour-Fans viel draußen unterwegs sind. „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Stellen zum Üben“, sagt Sandra Hess. „Das ist nicht nur spannend – dabei lerne ich auch die Stadt und die Natur in der Umgebung viel besser kennen.“

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