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Ran an die Milch! – Hilfe für junge Feldhasen

10.06.2017, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kleine Feldhasen bleiben still sitzen, damit man sie nicht sieht

Junge Feldhasen bleiben früh allein im Feld sitzen. Ihre Mutter kommt mehrmals am Tag zum Füttern. Wenn Menschen einen kleinen Hasen finden, nehmen sie ihn aber oft mit. Sie denken, dass das Tier Hilfe braucht. Wurde der Hase erst mal mitgenommen, muss man ihn aufziehen.

Im Garten einer Tierarztpraxis in Fürstenwalde (Oder-Spree) wird ein etwa drei Wochen altes Feldhasenbaby mit einer Nuckelflasche gefüttert. Trink, kleiner Feldhase! Foto: Patrick Pleul

Hast du schon mal einen Feldhasen gesehen? Die Tiere haben lange Ohren, kräftige Hinterbeine und im Sommer ein braunes Fell. Auch junge Feldhasen sehen süß aus: Oft sitzen die Jungtiere allein unter einem Busch oder auf einer Wiese. Viele Menschen glauben dann, dass die Tiere Hilfe brauchen. Sie denken: Die jungen Hasen hätten keine Mutter mehr, die sich kümmert.

Manche Leute nehmen diese kleinen Hasen dann mit, weil sie ihnen helfen möchten. Das sei leider oft keine gute Idee, sagt Expertin Andrea Borowitz. „Viele junge Hasen sind gar nicht von ihrer Mutter verlassen worden, auch wenn sie alleine irgendwo sitzen.“ Kleine Hasen bleiben einfach früh allein. Ihre Mutter kommt aber immer wieder, um ihnen Milch zu geben. Deshalb sollte man einen jungen Hasen auf keinen Fall mitnehmen.

Wenn du irgendwo einen kleinen Hasen siehst, solltest du ihn auch nicht anfassen. Denn dadurch bekommt er einen anderen Geruch. Das führt dazu, dass seine Mutter ihm keine Milch mehr gibt und er stirbt.

Hat jemand aber einen jungen Hasen erst einmal mitgenommen, ist es schwierig, ihn wieder zurück zu seiner Mutter zu bringen.

Oft werden solche Tiere dann in speziellen Stationen aufgezogen. Dort leben sie in Gehegen. Pfleger geben ihnen mehrmals täglich eine besondere Milch. Zudem reinigen die Pfleger die Gehege der Tiere.

Sind die Tiere groß genug und fit, dürfen sie zurück in die Natur. Eine Frau, die immer wieder junge Feldhasen aufzieht, hat dafür einen Trick: Sie setzt den Hasen nicht einfach auf einer Wiese aus. Sie lässt tagsüber die Tür zu seinem Gehege offen.

Der Hase kann so seine Umgebung erkunden. Meist kommt das Tier noch hin und wieder zurück. Aber irgendwann bleibt es weg. Dann weiß die Frau: Der Feldhase fühlt sich jetzt draußen in der Natur wohl.

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