Paulas Nachrichten

Paula will gerne große Wellen machen

01.08.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich durch die Stadt gewatschelt. Da waren am Morgen schon einige Schulkinder unterwegs nach Hause. Die meisten von denen haben richtig viel geredet. Ich bin ja eine neugierige Zeitungsente. Deshalb habe ich immer zugehört. Da sind dann immer so Worte wie Noten und Zeug gefallen. Und einer hat gesagt: „Oje, meine Eltern schimpfen bestimmt mit mir!“

Das hat mir leid getan. Der Junge wollte gar nicht gerne nach Hause. Das hat man gemerkt. Aber das finde ich voll blöd. Ich habe das auch nicht so richtig kapiert. Ich bin dann mal zum Andreas gewatschelt. Der hat ja auch einen Sohn. Also habe ich zu ihm gesagt: „He, schimpfst du mit deinem Sohn auch immer wegen den Noten? Spielt der immer falsch?“

Der Andreas hat mich ganz komisch angeguckt. Dann hat er gefragt: „Schimpfen? Wegen den Noten? Was hat das denn mit Spielen zu tun?“

„Na, Mensch“, habe ich geschnattert, „das ist doch klar. Man kann doch mit seinem Musikinstrument Lieder spielen. Und da nimmt man doch Noten dazu. Und manche Eltern schimpfen mit ihren Kindern wegen den Noten. Wahrscheinlich spielen die falsch Gitarre oder Klavier. Oder Flöte. Das steht in irgendeinem Zeug drin. Und dann schimpfen die Eltern mit ihren Kindern.“

Jetzt musste der Andreas richtig laut lachen. Er wollte gar nicht mehr aufhören damit. Ich bin schon ein bisschen sauer auf ihn geworden. Aber dann hat er doch plötzlich aufgehört. Er hat gesagt: „Aber, meine liebe Zeitungsente, hast du heute Kindern in der Stadt zugehört, oder was? Und hatten die Schulranzen auf?“

Ich habe mit meinem Entenköpflein genickt. Denn das hat gestimmt.

Der Andreas hat deshalb weitergesprochen: „Ah, ja, dann überlege mal, Paula. Heute war der letzte Schultag. Deshalb ging es nicht um Musiknoten. Es ging um Schulnoten. Das Wort Note kommt vom alten Römerwort ,nota‘. Das heißt auf deutsch eigentlich so viel wie ,Merkmal‘ oder ,Schriftzeichen‘. Also, deshalb kann eine Note in der Musik ein aufgeschriebenes Zeichen für einen ganz bestimmten Ton sein. Oder es ist in der Schule eben ein ganz spezielles Zeichen für eine Leistung. Die ist eben mal gut, und eben auch einmal nicht so gut. Und die Noten stehen auch nicht in irgendeinem Zeug. Die stehen in einem Zeugnis. Naja, das klingt ja ziemlich ähnlich. In Ordnung.“

Ich bin dann ein bisschen rot geworden zwischen meinen dunklen Zeitungsbuchstaben. Ich habe mich nämlich ein bisschen geschämt. Denn das hätte ich ja wissen können. Aber der Andreas ist gar nicht darauf eingegangen. Das war lieb von ihm. Er hat mir dann weiter erklärt: „Ein Zeugnis ist einfach ein Papier. Und das berichtet von den Leistungen des Schülers. Die sind eben manchmal auch nicht so gut. Dann schimpfen manche Eltern. Aber eigentlich sollte man den Kindern dann helfen. So können sie wieder besser werden in der Schule. Nur schimpfen hilft da nämlich auch nicht. Und manche Kinder strengen sich ja an. Aber sie kriegen es einfach nicht besser hin. Aber jetzt sollten sie sowieso nicht so viel über die Schule nachdenken. Jetzt sind nämlich Ferien. Und die sollen die Schüler erst einmal genießen. Vielleicht fahren die ja erst einmal in den Urlaub!“

Der Andreas verreist ja immer gerne. Deshalb habe ich gleich losgeschnattert: „Ah ja, dann gehst du sicher auch gleich in den Urlaub. Ich kenne dich doch! Kannst du nicht einmal zu Hause bleiben?“

„Jetzt mach’ mal nicht solche Wellen, Paula! Ich gehe erst in ein paar Wochen in den Urlaub!“, hat der Andreas gesagt.

„Ah so“, habe ich geantwortet. „Du gehst erst in ein paar Wochen in der Urlaub? Weil ich Wellen mache? Traust du dich denn nicht an den Strand? Aber ich bin ja nicht dort. Ich bleibe hier. Und so große Wellen mache ich auch gar nicht beim Schwimmen!“

Der Andreas musste wieder lachen. Er hat gesagt: „Das weiß ich doch, Paula. Das mit dem Wellenmachen ist so ein Sprichwort. Manchmal regen sich die Leute sehr auf wegen etwas Unwichtigem. Oder sie machen sich wichtig. Dann sagt man: Der macht ganz schön Wellen. Aber richtige Wellen werden anders gemacht. Die macht der Wind. Der stößt die Wasserteilchen an. Und die Wasserteilchen drehen sich dann im Kreis und stoßen andere Wasserteilchen an. Und die machen dann dasselbe. Die Wellen werden so immer größer. Denn es kommen immer mehr Wasserteilchen dazu. Am Meer gibt es die meisten und größten. Denn da hat es die größte Flächen für den Wind und die meisten Waserteilchen. Die Teilchen rauschen also nicht übers Meer. Die bleiben an einem Platz. Die geben nur ihre Kraft weiter. Das ist wie beim Domino. Am Ende wird das Wasser flacher. Und dann brechen die Wellen. Die werden so weiß und krachen zusammen. Guck’ mal!“

Dann hat mir der Andreas ein Wellenbild vom Meer gezeigt. Das sah toll aus. Solche Wellen würde ich gerne einmal machen, liebe Kinder! Eure Paula

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