Paulas Nachrichten

Paula ist jetzt ein Fliegenfänger

29.07.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas nach Hause gekommen. Der saß vor dem Fernseher und hat – natürlich – ein Fußballspiel angeguckt. Er hat gelacht und gemeint: „Hallo, Paula, schau dir mal den Fliegenfänger an!“

Ich habe mich zu ihm auf sein gemütliches Sofa gesetzt und in den Fernseher geschaut. Da war ein Fußball-Typ mit Handschuhen. Der hat versucht den Ball zu fangen. Das kam sogar in Zeitlupe. Ganz langsam. Von einer Fliege war weit und breit keine Spur.

„Ein Fliegenfänger? Die Fliege könntest du doch das gar nicht sehen. Die wäre viel zu klein. Oder sitzt die Fliege auf dem Ball? Der ist doch eher ein Ballfänger. Zumindest will er den Ball fangen.“

Das habe ich gesagt, weil er den Ball gar nicht gefangen hat. Er ist einfach an ihm vorbeigehüpft. Das sah lustig aus. Ich habe gesagt: „Ah, oder er springt am Ball vorbei, weil er lieber eine Fliege fangen will. Aber die können wir ja nicht sehen. Die ist zu klein fürs Fernsehen!“

„Ah so “, hat der Andreas gesagt, „na ja, ein bisschen Quatsch erzählst du da schon. Aber ein bisschen hast du auch recht. Also der will nicht lieber eine Mücke als einen Ball fangen. Der will unbedingt den Ball fangen. Denn er ist der Torwart. Und das ist seine Aufgabe. Aber er schafft das nicht. Da sieht das halt ein bisschen lustig aus, als würde er lieber eine Fliege fangen. Deshalb nennt man ihn als Witz Fliegenfänger!“

„Na ja“, habe ich gemeint, „nett ist das ja nicht. Fliegenfänger ist ja ein komischer Beruf.“

„Beruf?“, hat der Andreas gesagt und mich ganz komisch angeguckt. „Paula, ich habe dir doch gesagt: Das ist ein Witzwort. Den Fliegenfänger gibt es nicht. Also bestimmt nicht als Beruf.“

„Ja, ja“, habe ich gemeint, „aber wer eine Fliege fängt, ist ein Fliegenfänger.“

„Ach“, hat der Andreas gemeint, „du bist aber schlau. Bist du dann ein Fliegenfänger?“

„Na ja“, habe ich geantwortet. „Ich wäre es manchmal schon gerne. Denn die Fliegen können ganz schön nerven. Aber ich fange die eigentlich nie. Die fliegen immer weg, die Fliegen!“

Der Andreas musste lachen. Und dann hat er noch einen blöden Witz gemacht: „Klar, die fliegen, sonst wären sie ja keine Fliegen!“

„Hahaha“, habe ich schlapp gesagt. Denn so lustig war das nicht.

„Und was machst du dann? Also wenn du die fliegenden Fliegen nicht fliegen, äh, fangen kannst? Packst du dann die Fliegenklatsche aus?“, wollte der Andreas wissen.

Jetzt habe ich ihn ganz böse angeschaut. „Nein“, habe ich geschnattert, „damit würde ich die Fliegen ja töten. Und ich töte doch nicht einfach ein anderes Tier. Die stechen ja nicht einmal wie die Mücken. Die nerven doch nur.“

Dann habe ich den Andreas ganz groß und streng mit meinen Entenäuglein angeschaut und gemeint: „Obwohl . . . nerven kann auch ganz schön nervend sein.“

Der Andreas hat aus Spaß so getan, als hätte er Angst vor mir. Er hat gesagt: „Oh, Paula, du wirst doch jetzt nicht mit der großen Andreasklatsche kommen? Da bekomme ich aber Angst!“

„Na gut“, habe ich gemeint, „du bekommst noch eine Chance. Aber du musst mir erklären, wie ich nervende Fliegen lebend fangen kann.“

Der Andreas hat kurz überlegt. Dann hat er gesagt: „Hm, das ist schwer. Die Mücken haben nämlich ein paar Vorteile. Die können zum Beispiel mit ihren Kugelaugen rundherum gucken. Das können wir nicht. Wir müssten dafür ganz schnell unseren Kopf hin und her bewegen. Und dann haben die ganz einfach aufgebaute Augen. Und auch ihr Minigehirn ist ganz einfach gebaut. Auch der Weg vom Auge zum Gehirn ist viel kürzer als bei uns. Dadurch können die solche Veränderungen von Licht sehr viel schneller wahrnehmen. Die Fliegen sehen also nicht nur rundherum. Sie sehen auch viel, viel schneller als wir. Außerdem bemerken sie die Luft, die unsere Hand vor sich herschiebt. Da kannst du dich mit der Hand so schnell wie du willst von wo aus du willst nähern. Die Fliege merkt das und haut ab, äh, fliegt weg . . .“

„Ja, ja, ich weiß, sie fliegt, sonst wäre sie keine Fliege“, habe ich geschnattert. „Aber warum klappt das mit der Fliegenklatsche?“, wollte ich wissen.

„Gute Frage“, hat der Andreas gemeint, „die kann man vielleicht viel schneller bewegen als die Hand. Und durch die Lücken vom Gitter geht Luft durch. Da baut die Klatsche kein so ein Luftpolster vor sich auf! Aber die willst du ja eh nicht benutzen. Du kannst ja mal einen Trick versuchen, Paula. Du darfst mit deiner Hand nicht direkt auf die Fliege zielen. Ziele doch einfach ein paar Zentimeter über ihren Sitzplatz, da fliegt sie ja hin. Und mache deine Finger erst kurz vorher zu, wegen der Luft. Probiere es mal! Guck mal! Da am Fenster sitzt eine! Schnapp’ sie dir und lasse sie draußen wieder fliegen!“

Ich habe es probiert, liebe Kinder. Aber ob ich es geschafft habe, verrate ich nicht. Vielleicht übe ich ja jetzt mal in meinem Urlaub! Ich wünsche euch schöne Ferien! Eure Paula

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