Paulas Nachrichten

Olli fährt ganz allein

05.08.2017, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Fahrzeug, das wie von Geisterhand gesteuert wird

Ob Auto, Lastwagen, Bus oder Zug: Noch werden fast alle Fahrzeuge von Menschen gesteuert. Längst tüfteln aber Hersteller an selbst fahrenden Fahrzeugen. Das könnte mehr Sicherheit auf der Straße bringen – wenn die Technik reif ist.

Der autonom fahrende Kleinbus Olli fährt über das Bürogelände Euref in Berlin-Schöneberg. Auf diesem Testgelände ist Olli schon unterwegs. Foto: Maurizio Gambarini

BERLIN (dpa). Einige Leute stehen an einer Bushaltestelle und warten. Dann fährt ein Bus vor. Er hält an, die Türen öffnen sich, die Leute steigen ein. Die Türen gehen zu, der Bus fährt los. Eigentlich alles total normal – wenn der Bus von einem Busfahrer gesteuert würde.

Doch das Fahrzeug, in das die Menschen eingestiegen sind, fährt von ganz allein. Im Innenraum sind weder Pedale noch ein Lenkrad zu sehen. Zielsicher und nahezu lautlos rollt der kleine Bus die Straße entlang. Er bremst bei Hindernissen und fährt weiter, wenn der Weg frei ist. Gestatten: Olli, der selbst fahrende Minibus.

Olli wird von einem Elektro-Motor angetrieben. Auf seinem Dach und in der Nähe seiner Räder ist er mit Sensoren ausgestattet. Durch die Geräte erkennt der Bus seine Umgebung. Mit seinen abgerundeten Kanten und den runden Lichtern sieht Olli richtig nett aus. Ist so ein Bus ohne Fahrer auch sicher?

„Olli wird sicherer fahren, als ein Mensch das kann“, sagt Andreas Knie. Der Mann kennt sich mit der Technik aus, die irgendwann alle Fahrzeuge von selbst fahren lassen soll. „Olli besitzt einen schlauen Bordcomputer. Damit merkt er sich Strecken und Verkehrsregeln, erkennt Fahrbahn-Markierungen und Hindernisse. Wenn irgendetwas nicht stimmt, bleibt der Bus sofort stehen“, erklärt der Experte.

Ein Computer hat es nicht eilig, wird nicht müde und lässt sich auch nicht von einer Nachricht auf dem Handy ablenken. Durch seine Sensoren kann ein selbst fahrendes Fahrzeug in alle Richtungen gleichzeitig gucken. Und sehr viel schneller als ein Mensch reagieren, wenn einmal Gefahr droht.

Trotzdem fühlt es sich etwas merkwürdig an, in einem Fahrzeug zu sitzen, das wie von Geisterhand gesteuert wird. Aber in Zukunft soll es immer mehr selbst fahrende Ollis geben.

Noch ist Ollis Technik neu und hat immer wieder Probleme. „Mal schließen die Türen nicht richtig, mal werden seine Sensoren gestört. Mal weiß Olli nicht, wie er ein Hindernis umfahren soll. Der Computer muss noch lernen“, sagt Andreas Knie. Bis überall selbst fahrende Busse auf den Straßen unterwegs sind, wird es also noch etwas dauern. Bis jetzt dreht Olli nur auf einem privaten Gelände in Berlin seine Runden. Doch bald soll er die ersten Wege auf öffentlichen Straßen meistern.

Paulas Nachrichten

So schleckt die Schnecke

Häuschenschnecken wie die Weinbergschnecke sind anders

Langsam, langsam! Ohne Eile kriecht diese Schnecke über eine Pflanze. Die meisten Gärtner stört das nicht.

Denn die Weinbergschnecke nimmt ihnen etwas Arbeit ab. Sie frisst am liebsten welke…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten