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Indische Kinder sind Kricket-Fans

17.06.2017, Von Stefan Mauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es heißt Kricket und ist in Indien mindestens so beliebt wie Fußball in Deutschland

Handschuhe, Helm und Knieschoner gehören für viele Kinder in Indien zum Alltag. Sie brauchen sie, um Kricket zu spielen. Die Sportart ist in dem Land so beliebt wie keine andere.

Erklärgrafik: Bei dieser Sportart treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Grafik: R. Mühlenbruch

NEU DELHI. Fast jeder in Deutschland weiß, wer die Fußballer Manuel Neuer und Thomas Müller sind. In Indien ist das anders. Hier heißen die Stars Virat Kohli, Rohit Sharma und Mahendra Singh Dhoni. Sie spielen ein Spiel, das ein bisschen an Brennball und Völkerball erinnert. Es heißt Kricket und ist in Indien mindestens so beliebt wie Fußball in Deutschland.

Abhiraj Vaid ist elf Jahre alt. Der Junge ist wie viele andere Kinder ein großer Fan von Virat Kohli, dem Kapitän der indischen Nationalmannschaft im Kricket. Abhiraj spielt auch selbst Kricket. Viermal pro Woche geht er gleich nach der Schule zum Training. Mindestens drei Stunden lang übt er dann, Bälle zu werfen oder mit einem dicken Holzschläger zu treffen.

Beim Kricket geht es vor allem um das Duell zwischen einem Werfer und einem Schlagmann. Der Werfer versucht, eine Reihe Stöcke hinter dem Schlagmann mit einem Ball abzuwerfen. Der Schlagmann muss das verhindern, indem er den Ball so weit wie möglich wegschlägt. Schafft er das, kann er Punkte machen. Dafür muss er mit einem Mitspieler so schnell wie möglich die Position tauschen. Und zwar bevor die gegnerische Mannschaft den Ball zurückgeholt hat.

Abhiraj mag Kricket schon, seit er sechs Jahre alt ist. In diesem Jahr hatte die indische Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewonnen. „Die Spiele waren sehr spannend“, erzählt er. „Ich habe die Spieler sehr bewundert. Selbst von ganz schnell geworfenen Bällen lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen.“

Auch als Zuschauer braucht man beim Kricket Geduld. Früher gab es bei dem Sport kein Zeitlimit wie zum Beispiel beim Fußball. Deshalb dauerten die Partien manchmal mehrere Tage. „Das hat uns aber nichts ausgemacht“, erzählt Ajit Vaid, der Vater von Abhiraj. „Wir hatten ja keinen Fernseher oder Kino. Deshalb sind wir am Wochenende einfach mit der ganzen Familie zum Stadion gegangen, haben Freunde getroffen und zusammen gegessen. Und nebenbei lief halt auch noch ein Spiel.“

Heute geht alles deutlich schneller. Die Spiele in der indischen Liga IPL dauern aber immer noch ungefähr drei Stunden. Die großen Stars verdienen durch den Sport sehr viel Geld. Ob auch Abhiraj davon träumt, eines Tages in einer großen Mannschaft zu spielen? „Das ist gar nicht so wichtig“, sagt er. „Kricket ist mein Lieblingssport. Auch wenn es nur ganz wenige schaffen, damit berühmt zu werden.“

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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