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Ein neues Auto entsteht

06.05.2017, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Einzelteile werden in unzähligen Arbeitsschritten zusammengefügt

Porsche, BMW, Volkswagen – weltweit bauen über 100 verschiedene Hersteller Autos. Aber wie geht das eigentlich? Wir haben uns in einem Auto-Werk umgeschaut.

Dirk Kolar steht vor einem fertig montierten Porsche Macan in Leipzig (Sachsen). Wenn Autobauer Karosserie und Antrieb zusammenführen, sprechen sie von einer Hochzeit. Foto: Philipp Brandstädter

LEIPZIG. Die Halle ist so gewaltig, dass man kaum erkennen kann, wo sie aufhört. Überall bewegen sich riesige gelbe Roboter-Arme. Sie greifen sich Bauteile, drehen sie hin und her, fügen sie zusammen. Sie schrauben und schweißen und reichen die Teile anderen Robotern. Manchmal sprühen ein paar Funken. Geräusche aber machen die riesigen Roboter kaum. Irgendwie gespenstisch.

Wir befinden uns im Werk eines Auto-Herstellers in Leipzig. Das ist eine Stadt im Bundesland Sachsen. Hier werden aus einer Menge Einzelteile fertige Autos zusammengebaut. Jeder Hersteller baut seine Autos natürlich unterschiedlich zusammen. Drei wichtige Stationen sind aber in allen Auto-Werken mehr oder weniger gleich:

DER KAROSSERIE-BAU: Hier werden Teile aus Stahl und Aluminium von computergesteuerten Robotern zu einem Metall-Kleid zusammengefügt. Die Karosserie entsteht. Damit ist der Aufbau eines Autos gemeint. Nach und nach fügen die Roboterarme die Seitenteile, das Dach, die Heck-Klappe, die Türen und die Motorhaube zusammen.

DIE LACKIEREREI: Auf einem Fließband wandern die Karosserien zur nächsten Station. In der Lackiererei werden sie zunächst kopfüber in ein Becken mit einer silbrigen Flüssigkeit getaucht. Diese schützt das Auto später gegen Rost. Einige Minuten badet jede Karosserie in dieser Suppe. Danach wird sie in einem großen Ofen getrocknet.

Als Nächstes sprühen weitere Roboter-Arme mehrere Sorten Lack auf. Einerseits zum Schutz. Andererseits natürlich, damit das Auto eine hübsche Farbe bekommt. Die Roboter arbeiten so fein, dass jede Lack-Schicht am Ende nicht dicker als ein menschliches Haar ist. Zum Schluss fahren die Karosserien durch einen Tunnel mit besonderem Licht. Dort können Arbeiter kleine Unebenheiten im Lack erkennen und bessern diese dann aus.

DIE MONTAGE: Hier sind nun jede Menge Leute bei der Arbeit. In den Montage-Hallen bekommen die Karosserien ihr Fahrwerk, ihren Motor und alle anderen Bauteile, die ein Auto so braucht. Von den Scheiben und Lichtern über die Seitenspiegel bis hin zu den vielen Knöpfen und Schaltern im Innenraum. Der Tank bekommt Benzin, der Motor noch ein paar weitere Flüssigkeiten. Erst ganz zum Schluss werden die Räder an das Fahrzeug montiert. Da an vielen Wagen gleichzeitig gebastelt wird, verlassen die Autos im Minutentakt das Werk. Bei einer kurzen Testfahrt auf dem Gelände des Werks prüfen Fachleute, ob alles in Ordnung ist. Erst danach ist ein Auto so wirklich fertig – und kann verkauft werden.

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