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Ein Lebensmittel aus Sojabohnen

23.04.2016, Von Alexandra Stober — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Bohnen-„Käse“ ist vielseitig verwendbar und kann Fleisch ersetzen

Er sieht so ähnlich aus wie Schafskäse. Aber er besteht nicht aus Milch von Tieren – sondern aus Sojabohnen. Die Rede ist von Tofu. Hier erfährst du, wie Tofu hergestellt wird.

Diese Sojabohnen kommen aus unserem Nachbarland Österreich. Foto: Alexandra Stober.

Man nehme: Sojabohnen, Wasser und ein spezielles Salz. Fertig ist der Tofu. Mensch, das klingt ja einfach! Markus Treiber lacht: „Das ist es grundsätzlich wirklich. Aber damit der Tofu richtig gut wird, kommt es auf Kleinigkeiten an.“

Der Mann aus Berlin kennt sich super mit dem Lebensmittel aus Sojabohnen aus. Er hat seit vielen Jahren eine Fabrik, in der Tofu hergestellt wird. Aber was ist Tofu eigentlich?

Bei uns kann man Tofu inzwischen in vielen Supermärkten kaufen. Meist ist er in rechteckigen Blöcken verpackt und sieht ein bisschen aus wie Schafskäse. Allerdings ist Tofu meist fester als dieser. Außerdem schmeckt er längst nicht so intensiv. Im Gegenteil: Der Geschmack von Tofu ist oft sehr mild.

Einweichen und zerkleinern

Um Tofu herzustellen, werden in Markus Treibers Tofu-Fabrik zuerst die Sojabohnen eingeweicht. Das heißt: Die Bohnen kommen zusammen mit Wasser für einige Stunden in einen großen Behälter. Die Bohnen nehmen das Wasser auf. So werden sie dicker und weicher.

Nach dem Einweichen wird noch einmal Wasser hinzugegeben. Dann zerkleinert eine große elektrische Mühle die Bohnen. So entsteht Sojamilch. Aus dieser werden dann noch Schalen und andere feste Stoffe mit einer Art Sieb entfernt. „Diese Reste werden als Tierfutter verwendet“, sagt Markus Treiber. Die reine Sojamilch wird anschließend erhitzt. Dann kommt ein Schritt, bei dem man vorsichtig sein muss, erzählt der Tofu-Produzent. Nun wird nämlich das Mittel hinzugegeben, das die flüssige Sojamilch in feste Tofu-Flocken verwandelt.

Ein Gerinnungsmittel

Experten sagen dazu: Gerinnungs-Mittel. Wenn etwas gerinnt, bedeutet das, dass es fest wird. Einige Hersteller nehmen dafür Nigari. Das ist ein Stoff, der aus Meersalz gewonnen wird. Manche verwenden aber auch Zitronensäure oder andere Mittel.

„Es kommt sehr darauf an, wo man das Mittel in den Behälter rührt – und wie viel auf einmal. So kann man beeinflussen, wie sich der Tofu am Ende anfühlt“, erklärt Markus Treiber. Eine weitere Maschine presst die entstandenen Tofu-Klumpen danach in große Plastik-Kästen mit Gitter-Boden. So läuft die restliche Flüssigkeit ab.

Anschließend schneiden Mitarbeiter den Tofu in Blöcke und geben ihn zum Abkühlen in große Becken mit kaltem Wasser. Zum Schluss noch verpacken – das war’s!

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