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Die Rätsel der Alamannen

16.05.2015, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie lebten vor vielen Hundert Jahren auch in Baden-Württemberg

Sie machten den Römern das Leben schwer. Denn sie fielen immer wieder in deren Gebiet sein. Ansonsten weiß man über die Alamannen relativ wenig. Denn sie haben so gut wie nichts aufgeschrieben. Mit Hilfe von Ausgrabungen kommen die Forscher den Alamannen aber auf die Spur.

Das Foto zeigt das Lager der Alamannen-Gruppe „Raetovarier“ bei den Römertagen des Limesmuseums Aalen, aufgenommen am 28. September 2014 in Aalen, Baden-Württemberg. So stellt man sich das Leben der Alamannen vor. Foto: Ulrich Sauerborn/Limesmuseum

Seid ihr aus Alemania? Deutsche können auf diese Frage antworten: Ja, das sind wir. Alemania heißt auf Spanisch nämlich Deutschland. Diese Bezeichnung hat etwas mit bestimmten Leuten zu tun.

Sie lebten vor sehr langer Zeit – vor mehreren Hundert Jahren. Sie wurden Alamannen genannt. Sie lebten in dem Gebiet, das wir heute als Baden-Württemberg kennen. Alamannen wohnten aber zum Beispiel auch in einem Teil von Bayern, Frankreich oder der Schweiz.

Über die Alamannen selbst wissen die Forscher nur relativ wenig. Sie wissen zum Beispiel nicht, ob sie sich selbst wirklich so nannten. Denn der Name stammt wohl von den Römern. Die Römer nannten einfach alle Leute, die in einer bestimmten Gegend lebten Alamanni. Das heißt übersetzt so viel wie: alle Mannen oder allerlei Leute.

Die Alamannen machten den Römern das Leben ganz schön schwer. Sie drangen immer wieder in das Gebiet der Römer ein. Das wollten sich diese aber nicht gefallen lassen. Es kam deshalb zu Kämpfen.

Aber noch etwas anderes macht es den Forschern so schwer, die Alamannen zu erforschen. „Sie haben selbst so gut wie nichts aufgeschrieben“, erklärt der Fachmann Andreas Gut. „Deshalb sind wir Forscher vor allem auf Funde im Boden angewiesen. So wie zum Beispiel Gräber“, verrät der Fachmann.

Vor fast 30 Jahren machten die Forscher einen tollen Fund. Sie entdeckten in Baden-Württemberg ein altes Dorf – und einen riesigen Alamannen-Friedhof. Mit Hilfe der Gräber konnten die Forscher viele neue Dinge herausfinden. „Manchen Männern wurde zum Beispiel das Reitgeschirr mit ins Grab gegeben. Bei manchen wurde sogar das Pferd mitbegraben“, erklärt Andreas Gut. Das waren wohl Adelige.

Außerdem fanden die Forscher prachtvolle Schwerter, deren Griff mit Gold besetzt war. So ein Schwert durften wohl nur wichtige Leute tragen. Es war so eine Art Abzeichen für tapfere Krieger.

Die Frauen hatten sogenannte Gürtel-Gehänge. Das war ein Gürtel an dem verschiedene Dinge baumelten, wie verschiedene Glücksbringer. Aber auch ein Kamm oder eine Schere konnte daran festgemacht sein.

Diese spannenden Funde bringen die Forscher immer mehr auf die Spur der Alamannen.

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