Paulas Nachrichten

Den Mini-Teilchen aus Plastik auf der Spur

14.01.2017, Von Maria Berentzen — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Plastik verrottet nicht und ist im Meer zu einem Problem geworden

Gunnar Gerdts untersucht in seinem Labor auf Helgoland kleine Plastikstücke, die im Meer schwimmen. Man spricht dabei von Mikroplastik. Das ist aber manchmal gar nicht so leicht zu erkennen.

Sie gehören dort nicht hin. Aber im Meer treiben kleine Teilchen aus Plastik. Manche davon sind mit bloßem Auge zu sehen, zum Beispiel Stücke von Verpackungen und alten Plastiktüten. Andere Teile sind aber so klein, dass man sie kaum sehen kann. Einige davon sind sogar winzig: Sie lassen sich nur mit bestimmten Geräten entdecken. Bei diesen Krümeln spricht man von Mikroplastik.

Plastik ist sehr haltbar

Ein Löffel mit einer Kosmetik, die Mikroplastik (blaue Perlen) enthält. Foto: Stefan Sauer

Plastik verrottet nicht. Deshalb bleiben diese Plastikteilchen lange Zeit im Meer. Was dort mit ihnen passiert, weiß man nicht genau. Und was geschieht, wenn Tiere im Meer diese Teilchen aus Versehen fressen? Auch das ist noch unklar. Der Wissenschaftler Gunnar Gerdts beschäftigt sich schon lange mit diesen Fragen. Er forscht in einem Labor auf der Insel Helgoland in der Nordsee.

„Wir wissen nicht, woher es kommt und wie viel davon überhaupt im Meer ist“, sagt Gunnar Gerdts über das Mikroplastik. Man weiß auch noch wenig über die Gefahren, die von den Teilchen ausgehen. Vielleicht sind die winzigen Plastikteile zum Beispiel für Menschen gar nicht gut. Vielleicht sind sie aber auch harmlos.

Um das zu untersuchen, nehmen die Wissenschaftler Proben aus dem Meer. Früher versuchte man noch mit dem bloßen Auge oder einem Mikroskop, das Mikroplastik zu erkennen und zu zählen. „Oft konnte man dabei aber gar nicht entscheiden, ob man ein Sandkorn, ein Stück Alge oder Plastik sieht“, erklärt der Forscher.

Im Labor wird untersucht, welche Plastikarten im Meer sind

Er arbeitet deshalb an einem besonderen Projekt mit. Es hat zum Ziel, Plastik aus dem Meer eindeutig zu erkennen und es zuzuordnen.

Dabei benutzt er in seinem Labor ein Gerät, das besondere Lichtstrahlen aussendet. Befindet sich in einer Probe aus dem Meer Plastik, reagiert dieses in dem Licht auf bestimmte Weise. So lässt sich das Plastik viel zuverlässiger als früher erkennen.

Das Gerät stellt auch fest, um welche Art von Plastik es sich handelt. Das hilft den Wissenschaftlern. Denn sie wollen gern wissen, woher die winzigen Teilchen stammen. Das ist wichtig. Denn mit diesem Wissen ließe sich in Zukunft besser als bisher etwas gegen die Plastikstückchen im Meer unternehmen.

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