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Besuch in der größten Salzwüste der Erde

18.06.2016, Von Silke Katenkamp — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eigentlich ist die Salzwüste ein riesiger Salzsee, der immer wieder austrocknet

Die größte Salzwüste der Welt liegt in Bolivien in Südamerika. Woher kommt das ganze Salz eigentlich? Das hat auch mit einer Menge Wasser zu tun.

Zur Regenzeit verwandelt sich der Salar de Uyuni in eine große spiegelnde Fläche. Foto: Robert Sieland

Gleißendes Weiß, wohin man sieht. Auf einer riesigen Fläche. Sie ist eben und scheint unendlich. Darüber der blaue Himmel. Ohne Sonnenbrille ist man hier verloren. Denn durch das Licht der Sonne strahlt das Weiß so grell, dass es in den Augen schmerzt.

Der Tour-Guide zeigt das Salz am Rande des Salar de Uyuni. Das Salz wird in viele Länder verkauft. Foto: Söhnke Callsen

Wir stehen in der größten Salzwüste der Erde, dem Salar de Uyuni (gesprochen: Salar de Ujuni). Die Wüste ist viermal so groß wie das Saarland oder ungefähr halb so groß wie das Bundesland Sachsen. Sie liegt im Land Bolivien in Südamerika.

Tausende Menschen kommen jedes Jahr, um sich diesen ungewöhnlichen Ort anzuschauen. In großen Jeeps lassen sie sich von ortskundigen Fahrern über den weißen Wüstenboden kutschieren.

Wie zum Beispiel von Vladimir. „Eigentlich sind wir gar nicht in einer wirklichen Wüste“, sagt er. „Sondern in einem See.“ Den kann man so richtig aber nur an manchen Monaten im Jahr sehen, in der Regenzeit. Sie dauert von Dezember bis März.

In dieser Zeit überschwemmt Wasser die weiße Landschaft, die sich dann in einen riesigen Spiegel verwandelt. Denn dann spiegelt sich alles auf der ebenen Wasserfläche: der Himmel, die Wolken, die Autos, die Menschen.

An manchen Stellen steht das Wasser in der Regenzeit bis zu einem Meter hoch, an anderen nur wenige Zentimeter. Aber wieso sammelt das Wasser sich überhaupt dort, anstatt abzufließen?

Das kann Robert Sieland erklären. Er ist Experte für den Salar de Uyuni. „Der Salzsee befindet sich in einer besonderen Gegend: dem Altiplano.“ Das ist eine Hochebene. Sie liegt im Westen von Bolivien und im Südosten des Nachbarlandes Peru.

„Das Altiplano ist eine riesige Hochebene im Gebirge Anden. Sie befindet sich auf einer Höhe von mehr als 3500 Metern über dem Meeresspiegel“, sagt Robert Sieland. Zum Vergleich: Die Stadt München in Bayern liegt nur etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel.

„Das Altiplano ist komplett von den Bergen der Anden eingeschlossen. Das bedeutet: Es gibt keinen Abfluss für das Wasser“, erklärt der Experte. Anderswo fließt Wasser zum Beispiel in Flüsse und dann irgendwann ins Meer.

So einen Zugang zum Meer gibt es im Altiplano nicht. „Wenn es dort in der Regenzeit regnet, fließt das gesamte Wasser zum tiefsten Punkt der Gegend.“ Das ist der Salar de Uyuni. „Dort sammelt sich das Wasser, wie in einer riesigen Badewanne.“

So ist übrigens auch das viele Salz dorthin gekommen. „Es stammt aus den Bergen. Sie bestehen aus vulkanischem Gestein. Dieses Gestein hat große Salz-Bestandteile.“ Gestein aus den Anden ist über Tausende von Jahren zersetzt worden, zum Beispiel von Regenwasser. Das nennt man verwittern. „Dabei wurden auch die Salz-Bestandteile im Gestein herausgelöst und vom Wasser in den Salar de Uyuni geschwemmt.“

Vor sehr langer Zeit gab es an dem Ort immer wieder für längere Zeit Seen. Aber irgendwann änderte sich dort das Klima. Es war sehr trocken.

Der Experte erklärt: „Durch die Trockenheit kristallisierte alles Salz aus, das im Wasser war. Das bedeutet: Es wurde fest. So bildete sich die mächtige Salzkruste des Salar de Uyuni. Die oberste Salzschicht ist bis zu elf Meter mächtig!“ Wenn das Regenwasser nach der Regenzeit verdunstet ist, ist die weiße Salzkruste wieder sichtbar. Fest ist sie, wie Gestein. So fest, dass man einfach mit dem Auto darüberfahren kann.

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