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Wirtschaft

Optimaler Anlauf für Springer

23.12.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ceram-Tec stattet olympische Skisprungschanzen aus

PLOCHINGEN (red). Wenn am 10. Februar im südkoreanischen Pyeongchang die olympischen Wettbewerbe im Skispringen starten, ist auch die Firma Ceram-Tec dabei: Das Plochinger Unternehmen stattet die Skisprungschanzen mit seinem keramischen Anlaufspursystem aus. Das von der Tochtergesellschaft Ceram-Tec-ETEC in Lohmar entwickelte und hergestellte System ermögliche ganzjährig und witterungsunabhängig ideale Sprungbedingungen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Der Ein-Spur-Anlauf bestehe aus Keramiknoppen, die in einer wissenschaftlich getesteten Anordnung eingebaut seien. Ein in die Anlage integriertes Kälteaggregat sorge während der Skisprung-Saison für eine stabile, 20 Millimeter dicke Eisschicht. Die Schicht bilde sich aus Luftfeuchtigkeit an der stark heruntergekühlten Spur. Eis- oder Schneeauftrag von außen sei nicht erforderlich. Mit einer integrierten Fräse und Bürsten lasse sich das Eis präparieren und seine Dicke regulieren. Das System könne unkompliziert von Sommer- auf Winterbetrieb und umgekehrt geschaltet werden. Im Sommerbetrieb werde keine Eisschicht gebildet: Die Springer glitten direkt auf den Keramiknoppen zum Absprung.

Das System habe sich international bereits bei zahlreichen Wettkämpfen bewährt, darunter bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin und 2014 in Sotschi. Auch auf den Anlagen der Vier-Schanzen-Tournee in Oberstdorf und Bischofshofen werde das Anlaufspursystem eingesetzt.

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