Wirtschaft

Indexmiete

30.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Mieter und Vermieter können schon beim Abschluss des Mietvertrages regeln, ob und inwieweit die Miete während der Mietzeit steigen soll. Wie der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen mitteilt, können mit sogenannten Indexmietverträgen künftige Mieterhöhungen an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten gekoppelt werden. Voraussetzung sei ein schriftlicher Mietvertrag. Maßstab für die Entwicklung der Miete dürfe nur der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland sein. Andere Formen der Mieterhöhung, zum Beispiel auf die ortsübliche Vergleichsmiete mit einem Mietspiegel oder Erhöhungen nach einer Modernisierung, seien ausgeschlossen. In diesen Fällen könne, so der Mieterbund, die Miete höchstens einmal im Jahr erhöht werden. Der Vermieter müsse den alten Index (den bei Vertragsabschluss oder den der letzten Mieterhöhung) angeben und den aktuellen Index gemäß den Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Differenz in Prozent umgerechnet sei der Mieterhöhungsbetrag. Zahlen müsse der Mieter die Indexmieterhöhung ab dem übernächsten Monat. Von einer Zustimmung des Mieters sei diese Form der Mieterhöhung nicht abhängig.

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