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Wirtschaft

Aufstand der Kinobetreiber

25.04.2015, Von Matthäus Klemke — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Disney-Konzern erhöht die Gebühren für seine Filme – Dem stellen sich jetzt knapp 700 Kinos in Deutschland entgegen

Seit Donnerstag prügeln sich hierzulande die Comic-Superhelden des Marvel-Verlags in ihrem zweiten großen Abenteuer durch deutsche Kinosäle. Ob die Fortsetzung von „The Avengers“ an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen kann, ist fraglich. Denn in vielen Kinos bleiben die Leinwände für die Heldentruppe dunkel – auch in Nürtingen.

NÜRTINGEN. Es erinnert ein wenig an den Kampf Davids gegen Goliath. Kleinstadt-Kinobetreiber legen sich mit dem Disney-Konzern an und wollen dessen Filme nicht mehr zeigen. Grund für den Boykott ist die Preispolitik des Filmverleihs. Statt des bisherigen Verleihmietsatzes von 47 Prozent fordert Disney nun 53 Prozent des Ticketpreises. Die Erhöhung trifft Kinobetreiber in Kleinstädten besonders hart.

Denn gerade für Lichtspielhäuser in Städten mit weniger als 50 000 Einwohnern wie Nürtingen stellt die Gebührenerhöhung eine große finanzielle Belastung dar. Die Konsequenz: Disney-Filme wurden vielerorts aus dem Programm verbannt.

Darunter auch der Action-Blockbuster „The Avengers: Age of Ultron“. Drei Jahre warteten Fans sehnsüchtig auf die Fortsetzung des hochgelobten ersten Teils des Superhelden-Spektakels. Seit Donnerstag versuchen Hulk, Thor, Iron Man und Co. wieder die Welt zu retten – allerdings nicht in Nürtingen.


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