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Wendlingen

Zuerst Toilette zerstört – dann Feuer gelegt

09.12.2015, Von Bernd Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wendlinger Asylbewerber kommt in die Psychiatrie

Der 35-jährige Asylbewerber, der in einer Wendlinger Flüchtlingsunterkunft Feuer gelegt hatte, ist für seine Tat wegen einer paranoiden Schizophrenie nicht schuldfähig und ist jetzt vom Stuttgarter Landgericht in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Es bestehe die Gefahr, dass er ihm Wahn weitere Brände legt, so die Begründung.

WENDLINGEN/STUTTGART. Die Anklage gegen den 35-jährigen Asylbewerber aus Sri Lanka lautete noch zu Beginn des Verfahrens vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts auf mehrfachen versuchten Mord. Immerhin befanden sich an jenem 18. Juli dieses Jahres in der Wendlinger Unterkunft mindestens 25 ahnungslose Bewohner, die bei einem Feuer in Lebensgefahr geraten wären. Dass es aber nicht so weit kam, verdanken sie schließlich den Rauchmeldern im Treppenhaus des Gebäudes. Daher konnte die brennende Matratze im Zimmer des Angeklagten schnell gelöscht werden.

Der Sri Lanker selbst war Anfang dieses Jahres aus seiner Heimat als Asylsuchender über die Sammelstelle Karlsruhe nach Wendlingen gekommen und der dortigen Unterkunft zugewiesen worden. Bereits früher litt der 35-Jährige in seiner Heimat an halluzinatorischen Vorstellungen, hörte flüsternde Stimmen, die eine eigene Macht über ihn eingenommen hätten, wie es ein Gutachter jetzt formulierte. Er bekam Befehle, sich zum Beispiel nie mehr zu waschen, an die sich der 35-Jährige auch nach seiner Einreise nach Deutschland strikt hielt.


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